Montag, 11. April 2011

POL-NE: Mehrere Wohnungseinbrüche im Kreisgebiet

presseportal.de Rhein-Kreis Neuss (ots) - Am vergangenen Wochenende (07.04.-10.04.) kam es im Neusser Kreisgebiet zu mehreren Wohnungseinbrüchen. Dabei war die Arbeitsweise der unbekannten Täter nahezu identisch. Egal, ob sie sich ein Ein- oder ein Mehrfamilienhaus für ihre Aktivitäten ausgesucht hatten. Die bevorzugte Vorgehensweise der Einbrecher bestand darin, durch Aufhebeln von Fenstern, Eingangs- oder Terrassentüren in die betroffenen Wohnungen einsteigen zu können.
Im Neusser Norden wurden gleich zwei Einfamilienhäuser am Freitag Vormittag, zwischen 09.45 Uhr und 13.00 Uhr, von den Unbekannten aufgesucht. Auf der Brahmsstraße und der Straße "Am Strauchbusch", schafften es die Täter eine Terrassen- und Kellertür gewaltsam zu öffnen. Hier wurden Werkzeuge zum Hebeln eingesetzt. Auch der Süden von Neuss blieb nicht verschont. In Helpenstein, auf der Harbernusstraße, wurde ein Unbekannter vom Hauseigentümer in der Nacht zum Sonntag, gegen 01.20 Uhr, überrascht, als er gerade dabei war, gewaltsam die Eingangstür des Wohnhauses zu öffnen. Trotz einer Fahndung durch die Polizei, in die auch ein Polizeihubschrauber integriert war, gelang es ihm unerkannt in grobe Richtung Bundesstraße 477 zu flüchten. Der Täter war von kräftiger Statur, etwa 170 Zentimeter groß, trug eine schwarze Lederjacke und eine Wollmütze. Vom Erscheinungsbild handelte es sich um einen Osteuropäer.
Auf der Stüttgener Straße in Uedesheim hatten die Bewohner eines Reihenhauses ungebetenen Besuch. Zwischen Donnerstag 20.00 Uhr und Freitag, 19.30 Uhr, wurde hier das Wohnzimmerfenster aufgehebelt, um so in die Räume zu gelangen.
Ebenfalls am Freitag waren Einbrecher in Meerbusch-Strümp und Lank-Latum betriebsam. Auf der Osteratherstraße hebelten sie die Terrassentür eines Einfamilienhauses auf; auf der Straße "Am Schwanenhof" machten sie sich am Fenster eines freistehenden Einfamilienhauses zu schaffen. Die Tatzeiten lagen hier zwischen 08.00 Uhr und 13.20 Uhr.
Auch weitere Stadtgebiete im Rhein-Kreis hatten ungebetene Gäste zu Besuch. In Dormagen, auf der Ostpreußenallee, verschafften sich unbekannte Einbrecher in der Zeit von Freitag, 17.00 Uhr, bis Samstag Morgen, 05.00 Uhr, über einem Balkon, dessen Tür sie anschließend aufhebelten, Zugang zu einer Erdgeschoßwohnung eines Mehrfamilienhauses.
Auf dem Vinhovenweg in Kaarst-Büttgen suchten sie sich ebenfalls ein Mehrfamilienhaus für ihre Zwecke. Zwischen Samstag, 07.15 Uhr und Sonntag, 19.50 Uhr, gelangten sie gewaltsam über die Terrasse in die Wohnung. Hebelspuren zeugen von ihrer Arbeit. In Korschenbroich, St.-Andreas-Straße, nutzten die Übeltäter am Samstag Abend, zwischen 21.00 Uhr und 22.30 Uhr, die Abwesenheit der Bewohner, kletterten auf das Garagendach des Einfamilienhauses und hebelten von dort ein Fenster auf.
Die Einbrecher hatten es in der Hauptsache auf Bargeld und diversen Schmuck abgesehen. Bisher liegen der Polizei noch keine Hinweise auf den oder die Täter vor. Sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder sonstigen Beobachtungen, die in einem Tatzusammenhang stehen könnten, nimmt die Polizei in Neuss unter der Telefon 02131-3000 jederzeit entgegen.
Wenig wählerisch gehen Einbrecher bei Fenstern, Balkon- und Terrassentüren zu Werke. In weit über der Hälfte aller Fälle hebeln sie ihr Hindernis mit einfachem Hebelwerkzeug, wie zum Beispiel einem Schraubendreher, auf. Angriffe auf die Verglasungen hingegen sind seltener. Oft stehen Fenster bzw. Fenstertüren gekippt oder offen. Unter Sicherheitsaspekten besonders wichtig sind alle leicht erreichbaren Fenster, zum Beispiel im Erdgeschoss, Souterrain, aber auch Fenster, die über Balkone, Loggien, Anbauten, Pergolen etc. erreichbar sind. Neuralgische Punkte bilden zudem Dachfenster, Dachflächenfenster und Lichtkuppeln in flachgeneigten Dächern. Terrassentüren sind besonders gefährdet und oft von außerhalb des Grundstücks schlecht einsehbar. Balkontüren und -fenster gewinnen dann an Sicherheitsrelevanz, wenn sie über Kletterhilfen (Leitern, Gartenmöbel usw.) sowie für geübte Kletterer zum Beispiel über Mauervorsprünge, über das Dach oder benachbarte Balkone erreichbar sind.
Die Polizei Neuss berät Haus- und Wohnungseigentümer im Ausstellungsraum der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Jülicher Landstraße 178, 41464 Neuss im Polizeigebäude oder vor Ort nach Terminabsprache. Die Beratungen sind selbstverständlich kostenfrei. Kompetente Ansprechpartner erreichen sie unter der Telefonnummer 02131-3000. Tipps und Hinweise in Sachen Einbruchschutz erhalten sie unter www.polizei-beratung.de

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