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Jüchen-Hochneukirch (ots) - In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch
(11./12.2.) waren bislang unbekannte Diebe an der Hochstraße aktiv.
Zwischen 22 und 7:15 Uhr entwendeten sie einen weißen 1er BMW mit dem
amtlichen Kennzeichen NE-AZ 1250. Der Wagen ist sechs Jahre alt.
Zeugen,
die Hinweise zu dem Diebstahl oder zum Verbleib des Fahrzeugs geben
können, werden um einen Anruf beim Kriminalkommissariat 14,
Telefonnummer 02131 3000, gebeten.
Mittwoch, 12. Februar 2014
POL-NE: Unbekannte stahlen BMW
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Jüchen-Hochneukirch
POL-NE: Tageswohnungseinbruch
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Grevenbroich-Kapellen (ots) - Am Dienstag (11.02.), in der Zeit zwischen 17:00 Uhr und 19:40 Uhr, hebelten Unbekannte die Terrassentür eines Einfamilienhauses auf der Copernicusstraße auf. Die Einbrecher drangen in die Wohnung ein und entwendeten daraus nach ersten Erkenntnissen Schmuck. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02131 300-0 entgegen.
Dass man sich vor Einbrüchen schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei. Über ein Drittel der Einbrüche bleibt im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Die Polizei Neuss bietet interessierten Wohnungseigentümern in ihrer Beratungsstelle auf der Jülicher Landstrasse 178 in Neuss dazu kostenlose Beratungen an.
Terminvereinbarungen mit dem Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz unter der Telefonnummer 02131-3000.
Grevenbroich-Kapellen (ots) - Am Dienstag (11.02.), in der Zeit zwischen 17:00 Uhr und 19:40 Uhr, hebelten Unbekannte die Terrassentür eines Einfamilienhauses auf der Copernicusstraße auf. Die Einbrecher drangen in die Wohnung ein und entwendeten daraus nach ersten Erkenntnissen Schmuck. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02131 300-0 entgegen.
Dass man sich vor Einbrüchen schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei. Über ein Drittel der Einbrüche bleibt im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Die Polizei Neuss bietet interessierten Wohnungseigentümern in ihrer Beratungsstelle auf der Jülicher Landstrasse 178 in Neuss dazu kostenlose Beratungen an.
Terminvereinbarungen mit dem Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz unter der Telefonnummer 02131-3000.
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Grevenbroich-Kapellen
POL-NE: Tageswohnungseinbrüche
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Neuss (ots) - Mehrere Einbrüche in Wohnungen verzeichnete die Polizei im Neusser Stadtgebiet am Dienstag (11.02.).
In der Zeit zwischen 14:20 Uhr und 19:30 Uhr hebelten Unbekannte ein rückwärtiges Fenster eines Zweifamilienhaus in Gnadental, auf dem Abteiweg, auf. Sie entwendeten aus den Räumlichkeiten Armbanduhren und Bargeld. Zwischen 08:30 Uhr und 21:25 Uhr schlugen Einbrecher die Terrassentür eines Reihenhauses in Holzheim, auf der Gell'sche Straße ein. Über Diebesgut liegen der Polizei noch keine Angaben vor.
In der Zeit zwischen Dienstag (11.02.), 13:00 Uhr, und Mittwoch (12.02.), 03:55 Uhr, drückten Unbekannte eine, auf Kipp stehende, Balkontür der Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses auf der Neusser Weyhe auf. Die Täter entwendeten unter anderem eine Armbanduhr.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Neuss, Telefon 02131 300-0. entgegen.
"Ja genau, jetzt wo Sie das von dem Einbruch bei meinen Nachbarn erzählen, ist mir auch klar, was das seltsame Geräusch gestern Abend war. Dem habe ich aber keine weitere Bedeutung beigemessen und weiter die Tagesschau gesehen." Nicht selten hören Polizeibeamte solche oder ähnliche Einlassungen, wenn sie nach einem Einbruch in der Nachbarschaft fragen, ob jemand verdächtige Beobachtungen gemacht hat. Polizeiliche Erkenntnisse belegen eindeutig, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit von Nachbarn oder Mitbewohnern entscheidend hilft, den "ungebetenen Gästen" die "Tour zu vermasseln". Deshalb bitten die Ordnungshüter die Bevölkerung um Aufmerksamkeit und einen Anruf bei der Polizei, wenn aktuell etwas Verdächtiges in der Nachbarschaft geschieht.
Neuss (ots) - Mehrere Einbrüche in Wohnungen verzeichnete die Polizei im Neusser Stadtgebiet am Dienstag (11.02.).
In der Zeit zwischen 14:20 Uhr und 19:30 Uhr hebelten Unbekannte ein rückwärtiges Fenster eines Zweifamilienhaus in Gnadental, auf dem Abteiweg, auf. Sie entwendeten aus den Räumlichkeiten Armbanduhren und Bargeld. Zwischen 08:30 Uhr und 21:25 Uhr schlugen Einbrecher die Terrassentür eines Reihenhauses in Holzheim, auf der Gell'sche Straße ein. Über Diebesgut liegen der Polizei noch keine Angaben vor.
In der Zeit zwischen Dienstag (11.02.), 13:00 Uhr, und Mittwoch (12.02.), 03:55 Uhr, drückten Unbekannte eine, auf Kipp stehende, Balkontür der Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses auf der Neusser Weyhe auf. Die Täter entwendeten unter anderem eine Armbanduhr.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Neuss, Telefon 02131 300-0. entgegen.
"Ja genau, jetzt wo Sie das von dem Einbruch bei meinen Nachbarn erzählen, ist mir auch klar, was das seltsame Geräusch gestern Abend war. Dem habe ich aber keine weitere Bedeutung beigemessen und weiter die Tagesschau gesehen." Nicht selten hören Polizeibeamte solche oder ähnliche Einlassungen, wenn sie nach einem Einbruch in der Nachbarschaft fragen, ob jemand verdächtige Beobachtungen gemacht hat. Polizeiliche Erkenntnisse belegen eindeutig, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit von Nachbarn oder Mitbewohnern entscheidend hilft, den "ungebetenen Gästen" die "Tour zu vermasseln". Deshalb bitten die Ordnungshüter die Bevölkerung um Aufmerksamkeit und einen Anruf bei der Polizei, wenn aktuell etwas Verdächtiges in der Nachbarschaft geschieht.
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Neuss
POL-NE: Tageswohnungseinbrüche
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Meerbusch (ots) - Am Dienstag (11.02.), in der Zeit zwischen 16:40 Uhr
und 19:50 Uhr, brachen Unbekannte in ein Einfamilienhaus auf der
Gonellastraße ein. Die Unbekannten hebelten ein rückwärtiges Fenster des
Hauses auf und entwendeten aus der Wohnung Uhren und weitere
Schmuckgegenstände. Am gleichen Tag, in der Zeit zwischen 15:00 Uhr und
21:00 Uhr, hebelten Unbekannte die Terrassentür einer Wohnung in einem
Mehrfamilienhaus auf dem Dülsweg auf. Über Diebesgut liegen der Polizei
noch keine Erkenntnisse vor.
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Meerbusch
POL-NE: Nachtrag zum Verkehrsunfall: Elfjähriger erlag seinen Verletzungen
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Meerbusch-Strümp (ots) - Wir berichteten mit unserer Pressemitteilung
vom 05.02.2014, 18:49 Uhr, über einen Verkehrsunfall in
Meerbusch-Strümp, bei dem ein 11-jähriger Fahrradfahrer beteiligt war.
Der Junge ist am Dienstagabend (11.2.) seinen schweren Verletzungen
erlegen.
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Meerbusch-Strümp
Dormagen Märchenspiele: Fundus muss umziehen
Der mehr
als 2000 Kostüme und fast 1000 Kopfbedeckungen umfassende
"Kleiderschrank" der Märchenspiele Zons muss umziehen, da das Bürgerhaus
abgerissen wird. Die Stadt hat ein Haus in der City angeboten. Zons
wird bevorzugt.
Von Carina Wernig
Seit klar ist, dass das Bürgerhaus Zons dem neuen
Erweiterungsbau des Archivs im Rhein-Kreis Neuss weichen wird, sind die
zurzeit dort noch untergebrachten Vereine auf der Suche nach neuen
Räumlichkeiten. Das betrifft in ganz besonderem Maße die "Märchenspiele
Zons", die den alten Ratssaal des Bürgerhauses für die Lagerung ihres
umfangreichen Kostümfundus nutzen. Geschäftsführerin Elisabeth Krumbein
macht die Suche nach der neuen Unterkunft für die Kleider von
Dornröschen bis zum Froschkönig große Sorgen: "Es ist gar nicht so
einfach, geeignete Räume für unsere vielen Kostüme zu finden", sagt Lisa
Krumbein.
Denn es handelt sich nicht nur um ein paar Kleiderstangen, sondern um Regale und Kleiderständer für die mehr als 2000 Kostümen und fast 1000 Kopfbedeckungen. In den 61 Jahren seines Bestehens hat sich beim Verein Märchen für Märchen viel angesammelt, was durchaus wiederverwertbar ist – was bei der großen Anzahl an Darstellern auch eine Notwendigkeit ist, um wirtschaftlich sein zu können.
Dass sie Abstriche machen müssen, ist den Verantwortlichen der "Märchenspiele Zons" bewusst, wie Lisa Krumbein betont: "Mir ist klar, dass wir nie wieder einen so großen und komfortabel in der Nähe der Freilichtbühne liegenden Lagerort erhalten werden." Da mit dem Abriss des Bürgerhauses Zons spätestens in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen ist, müssen die Kostüme und Accessoires möglichst bald schon sicher und gut an anderer Stelle untergebracht werden.
Die Stadt Dormagen hat der Spielschar ein
leerstehendes Gebäude in städtischem Besitz als Ersatz-Lagerort
angeboten. "Leider liegt das in der Innenstadt", sagt Lisa Krumbein,
deren Hauptsorge jedoch der noch nicht optimalen Sicherung gegen
Einbruch und Nässe gilt. "Die Heizung dort ist defekt, auch müsste in
den Diebstahl-Schutz einiges investiert werden", glaubt sie. Es wird
bald einen zweiten Ortstermin mit dem Versicherungsvertreter der
Märchenspiele geben. Stadtpressesprecher Harald Schlimgen erklärte: "Wir
haben uns das Haus gemeinsam angeschaut und sind sehr bemüht, mit den
Märchenspielen eine funktionierende Lösung zu finden."
Ganz aufgegeben hat Lisa Krumbein ihre Hoffnung auf Räume innerhalb von Zons noch nicht. Mit einem "Hilferuf" hat sie sich an Landrat Hans-Jürgen Petrauschke gewandt und ihn um eine vorübergehende Lagerung des Fundus in kreiseigenen Räumen in der Zollfeste gebeten. "Leider können wir den Märchenspielen zurzeit nicht weiterhelfen", sagte Petrauschke. Gestern habe die Dezernentenkonferenz über die Möglichkeiten gesprochen, nur keinen Raum für einen entsprechend großen Fundus ausgemacht. "Wenn die Tourist-Info, wie schon einmal angedacht, ins Kreismuseum wechseln würde, wäre da vielleicht Platz", spielt er den Ball zurück zur Stadt beziehungsweise zur Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD). Deren Geschäftsführer Ulrich Pfister sieht zurzeit keinen Anlass für Veränderungen, die auf einen Umzug der Tourist-Info hinauslaufen würden: "Es gibt Gespräche mit den Vereinen, aber bis auf weiteres bleibt alles, wie es ist", sagte Pfister. Zwar gab es vor Jahren solche Überlegungen, die aber bisher nicht weiter verfolgt wurden.
Denn es handelt sich nicht nur um ein paar Kleiderstangen, sondern um Regale und Kleiderständer für die mehr als 2000 Kostümen und fast 1000 Kopfbedeckungen. In den 61 Jahren seines Bestehens hat sich beim Verein Märchen für Märchen viel angesammelt, was durchaus wiederverwertbar ist – was bei der großen Anzahl an Darstellern auch eine Notwendigkeit ist, um wirtschaftlich sein zu können.
Dass sie Abstriche machen müssen, ist den Verantwortlichen der "Märchenspiele Zons" bewusst, wie Lisa Krumbein betont: "Mir ist klar, dass wir nie wieder einen so großen und komfortabel in der Nähe der Freilichtbühne liegenden Lagerort erhalten werden." Da mit dem Abriss des Bürgerhauses Zons spätestens in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen ist, müssen die Kostüme und Accessoires möglichst bald schon sicher und gut an anderer Stelle untergebracht werden.
Ganz aufgegeben hat Lisa Krumbein ihre Hoffnung auf Räume innerhalb von Zons noch nicht. Mit einem "Hilferuf" hat sie sich an Landrat Hans-Jürgen Petrauschke gewandt und ihn um eine vorübergehende Lagerung des Fundus in kreiseigenen Räumen in der Zollfeste gebeten. "Leider können wir den Märchenspielen zurzeit nicht weiterhelfen", sagte Petrauschke. Gestern habe die Dezernentenkonferenz über die Möglichkeiten gesprochen, nur keinen Raum für einen entsprechend großen Fundus ausgemacht. "Wenn die Tourist-Info, wie schon einmal angedacht, ins Kreismuseum wechseln würde, wäre da vielleicht Platz", spielt er den Ball zurück zur Stadt beziehungsweise zur Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD). Deren Geschäftsführer Ulrich Pfister sieht zurzeit keinen Anlass für Veränderungen, die auf einen Umzug der Tourist-Info hinauslaufen würden: "Es gibt Gespräche mit den Vereinen, aber bis auf weiteres bleibt alles, wie es ist", sagte Pfister. Zwar gab es vor Jahren solche Überlegungen, die aber bisher nicht weiter verfolgt wurden.
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Dormagen
Dormagen Sportler sollen Umkleiden selbst sichern
Unbekannte
sind in die Realschulsporthalle an der Beethovenstraße eingedrungen und
haben sich an Kleidungsstücken der Sportler vergriffen. Die Stadt rät,
Wertsachen nicht in der Kabine zu lassen und die Hallen möglichst zu
verriegeln.
Von Stefan Schneider
Eine böse Überraschung erlebten in der vergangenen
Woche die Trainer und jungen Sportler aus drei Gruppen des TSV Bayer
Dormagen. Als sie nach ihrem Training in der Realschulhalle an der
Beethovenstraße in die Umkleidekabinen zurückkehrten, mussten sie
feststellen, dass sie ungebetenen Besuch bekommen hatten. "Mir kam ein
Mädchen entgegen, das seine Anziehsachen suchte. Dann habe ich
festgestellt, dass auch meine Hose und meine Jacke nicht an ihrem Platz
waren", erzählt TSV-Trainerin Heike Schlangen, die an dem fraglichen
Abend mit einer Leistungsriege im Kinderturnen an der Beethovenstraße
übte.
Weitere Nachforschungen hätten ergeben, dass auch viele andere Kleidungsstücke fehlten. Wie sich herausstellte, waren sie in der ganzen Halle verteilt worden – u.a. in Mülleimern und in den Duschen. Der Stiefel eines Mädchens lag draußen im Gebüsch. Der andere Stiefel und eine Jacke blieben ganz verschwunden. "Und heute habe ich schon wieder Kindersachen in dem Gebüsch an der Halle entdeckt: Schals, eine Jeans und noch andere Mädchenkleidung", berichtet Schlangen.
Vandalismus oder dumme Streiche kommen laut dem städtischen Sportserviceleiter Bernd Lewerenz in Dormagener Hallen kaum vor. Wohl aber vereinzelte Diebstähle, auch innerhalb der sporttreibenden Gruppen, oder zumindest die Anwesenheit von Unbefugten, die in den Hallen nichts zu suchen haben. Diese Erfahrung hat auch TSV-Vorstandsmitglied Hans-Peter König gemacht – in der Berufsschulhalle am Bahnhof. Nach dem aktuellen Vorfall an der Beethovenstraße will er in seinem Verein für die Gefahr sensibilisieren. "Ich werde unsere Sportler per Mund-zu-Mund-Propaganda über das Problem informieren", kündigt König an.
Aus Kostengründen hat die Stadt die Schlüsselgewalt für die meisten Hallen an die Vereine übertragen, wenigstens für die Abendstunden. Hausmeister seien dann nicht mehr vor Ort, sagt Ute Waldeck von der städtischen Pressestelle. Sie empfiehlt den Sportlern dringend, die Umkleiden abzuschließen oder die Wertsachen mit in die Halle zu nehmen. "Das ist bei vielen Vereinen auch so üblich."
Bernd Lewerenz verweist darauf, dass sich die meisten
Hallen-Eingangstüren nur mit einem Schlüssel öffnen lassen, wenn man sie
zuzieht. Doch es gibt Ausnahmen – wie in der Halle an der
Beethovenstraße. Dort gibt es einen Schnapper an der Tür. Steht der auf
flexibel, kann die Tür von außen aufgedrückt werden – gerne genutzt von
"Zuspät-Kommern".
Lewerenz, der selber Hallensportler ist (beim TSV und beim FC Straberg) schlägt ein Modell vor, das für mehr Sicherheit sorgen könnte: "Bei uns wird die Halle nach einer Karenzzeit von zehn Minuten abgeschlossen. Wer dann noch kommt, muss klingeln." Der Nachteil: Das geht auf Kosten der Bequemlichkeit. Denn dann muss einer der Sportler aus der Halle heraus und den Türöffner spielen.
Immerhin: Schellen gibt es an fast allen der mehr als 20 Dormagener Hallen in städtischem Eigentum. Eine Versicherung gegen Diebstähle und Vandalismus in den Hallen existiert laut Ute Waldeck nicht. Dafür müssen die Aktiven schon selber sorgen.
Weitere Nachforschungen hätten ergeben, dass auch viele andere Kleidungsstücke fehlten. Wie sich herausstellte, waren sie in der ganzen Halle verteilt worden – u.a. in Mülleimern und in den Duschen. Der Stiefel eines Mädchens lag draußen im Gebüsch. Der andere Stiefel und eine Jacke blieben ganz verschwunden. "Und heute habe ich schon wieder Kindersachen in dem Gebüsch an der Halle entdeckt: Schals, eine Jeans und noch andere Mädchenkleidung", berichtet Schlangen.
Vandalismus oder dumme Streiche kommen laut dem städtischen Sportserviceleiter Bernd Lewerenz in Dormagener Hallen kaum vor. Wohl aber vereinzelte Diebstähle, auch innerhalb der sporttreibenden Gruppen, oder zumindest die Anwesenheit von Unbefugten, die in den Hallen nichts zu suchen haben. Diese Erfahrung hat auch TSV-Vorstandsmitglied Hans-Peter König gemacht – in der Berufsschulhalle am Bahnhof. Nach dem aktuellen Vorfall an der Beethovenstraße will er in seinem Verein für die Gefahr sensibilisieren. "Ich werde unsere Sportler per Mund-zu-Mund-Propaganda über das Problem informieren", kündigt König an.
Aus Kostengründen hat die Stadt die Schlüsselgewalt für die meisten Hallen an die Vereine übertragen, wenigstens für die Abendstunden. Hausmeister seien dann nicht mehr vor Ort, sagt Ute Waldeck von der städtischen Pressestelle. Sie empfiehlt den Sportlern dringend, die Umkleiden abzuschließen oder die Wertsachen mit in die Halle zu nehmen. "Das ist bei vielen Vereinen auch so üblich."
Lewerenz, der selber Hallensportler ist (beim TSV und beim FC Straberg) schlägt ein Modell vor, das für mehr Sicherheit sorgen könnte: "Bei uns wird die Halle nach einer Karenzzeit von zehn Minuten abgeschlossen. Wer dann noch kommt, muss klingeln." Der Nachteil: Das geht auf Kosten der Bequemlichkeit. Denn dann muss einer der Sportler aus der Halle heraus und den Türöffner spielen.
Immerhin: Schellen gibt es an fast allen der mehr als 20 Dormagener Hallen in städtischem Eigentum. Eine Versicherung gegen Diebstähle und Vandalismus in den Hallen existiert laut Ute Waldeck nicht. Dafür müssen die Aktiven schon selber sorgen.
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Dormagen
Dormagen Hoffmann bittet Kraft um Hilfe für das Raphaelshaus
In einem
Brief an NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft setzt sich
Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann dafür ein, das Modellprojekt
"Jugendstrafvollzug in freien Formen" im Dormagener Raphaelshaus
fortzuführen.
Der Bürgermeister erinnert in seinem Schreiben an den
Besuch der Ministerpräsidentin. Sie hatte sich im Januar über das
"Dormagener Modell" zur frühen Förderung von Kindern und die neu
entwickelten Hilfen auch für den Übergang von der Schule in den Beruf,
den "Dormagener Weg", informiert und sich positiv geäußert (die NGZ
berichtete).
Das Ziel sei, "kein Kind zurückzulassen", greift Hoffmann ein Landesmotto auf. "Dies geschieht aber gerade hier in Dormagen auf Veranlassung von Justizminister Thomas Kutschaty", kritisiert er die Entscheidung, das Modellprojekt im Raphaelshaus am 5. Februar zu stoppen. Der Bürgermeister macht deutlich, dass er die Verfehlungen eines einzelnen Mitarbeiters nicht beschönigen wolle und persönlich verurteile.
Ein Sozialpädagoge, dem Zugeständnisse an die Straftäter nachgewiesen wurden, soll zudem drei jungen Straftätern im Alter von 17 und 18 Jahren den Besuch eines Bordells in Düsseldorf ermöglicht haben (die NGZ berichtete). Dies dürfe jedoch nicht dazu führen, ein in anderen Bundesländern erfolgreiches Projekt mit einem Federstrich zu beenden. "Der Dormagener Weg ist für mich nicht nur ein Weg für den Übergang von der Schule in Beruf und Ausbildung", schreibt Hoffmann. Es sei auch ein Weg, um junge Menschen, die zu scheitern drohen, rechtzeitig aufzufangen. "Dieser Aufgabe stellt sich das Raphaelshaus mit großem Einsatz und Erfolg", so Hoffmann. Er bittet die Ministerpräsidentin eindringlich, die Landesentscheidung zu überdenken.
Raphaelshaus-Direktor Hans Scholten freut sich über den Beistand: "Dieser Appell ist ein guter Trost für alle Mitarbeiter, die immer noch geschockt vom Projekt-Aus sind", sagt er. In einem Brief an die Mitglieder des heute tagenden Landtag-Rechtsausschusses hat Scholten die Lage geschildert, auch dass die zuständige LVR-Heimaufsicht nicht in die Stopp-Entscheidung einbezogen wurde, was der rechtspolitische Sprecher der NRW-CDU, Jens Kamieth, aufgreift: Der Justizminister müsse jeden Verdacht ausräumen, "durch schlechtes Management den Misserfolg des Projekts herbeigeführt zu haben".
Das Ziel sei, "kein Kind zurückzulassen", greift Hoffmann ein Landesmotto auf. "Dies geschieht aber gerade hier in Dormagen auf Veranlassung von Justizminister Thomas Kutschaty", kritisiert er die Entscheidung, das Modellprojekt im Raphaelshaus am 5. Februar zu stoppen. Der Bürgermeister macht deutlich, dass er die Verfehlungen eines einzelnen Mitarbeiters nicht beschönigen wolle und persönlich verurteile.
Ein Sozialpädagoge, dem Zugeständnisse an die Straftäter nachgewiesen wurden, soll zudem drei jungen Straftätern im Alter von 17 und 18 Jahren den Besuch eines Bordells in Düsseldorf ermöglicht haben (die NGZ berichtete). Dies dürfe jedoch nicht dazu führen, ein in anderen Bundesländern erfolgreiches Projekt mit einem Federstrich zu beenden. "Der Dormagener Weg ist für mich nicht nur ein Weg für den Übergang von der Schule in Beruf und Ausbildung", schreibt Hoffmann. Es sei auch ein Weg, um junge Menschen, die zu scheitern drohen, rechtzeitig aufzufangen. "Dieser Aufgabe stellt sich das Raphaelshaus mit großem Einsatz und Erfolg", so Hoffmann. Er bittet die Ministerpräsidentin eindringlich, die Landesentscheidung zu überdenken.
Raphaelshaus-Direktor Hans Scholten freut sich über den Beistand: "Dieser Appell ist ein guter Trost für alle Mitarbeiter, die immer noch geschockt vom Projekt-Aus sind", sagt er. In einem Brief an die Mitglieder des heute tagenden Landtag-Rechtsausschusses hat Scholten die Lage geschildert, auch dass die zuständige LVR-Heimaufsicht nicht in die Stopp-Entscheidung einbezogen wurde, was der rechtspolitische Sprecher der NRW-CDU, Jens Kamieth, aufgreift: Der Justizminister müsse jeden Verdacht ausräumen, "durch schlechtes Management den Misserfolg des Projekts herbeigeführt zu haben".
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Dormagen
Grevenbroich Super-Wahltag kostet die Stadt über 100 000 Euro
Gleich vier Wahlen stehen am 25. Mai an. 562 Wahlhelfer und rund 200 000 Stimmzettel werden dafür benötigt.
In vielen Rathaus-Büros dürfte der 25. Mai ganz dick
im Kalender angestrichen sein. An jenem Sonntag stehen gleich vier
Wahlen an – fürs Europäische Parlament, für den Kreistag, Stadtrat sowie
Integrationsrat. "Das bedeutet für uns einen erheblichen Aufwand",
erklärt Mathias Claußen, Fachdienstleiter fürs Bürgerbüro und für
Wahlen. Zusammen mit zwei Kollegen hält er bei der Organisation die
Fäden in der Hand.
Klar ist: Der Wahltag wird teuer. "Bei getrennten Wahlen würden etwa 140 000 Euro an Kosten anfallen, durch die Zusammenlegung auf einen Termin erhoffen wir uns Einsparungen von 35 000 Euro", erklärt Stadtsprecher Andreas Sterken. Der Großteil der Kosten bleibt bei der Stadt hängen, lediglich für die Europawahl gebe es eine Erstattung.
Der Wahltag wird zudem eine Menge Papier verursachen. Rund 200 000 Stimmzettel müssen gedruckt werden. Insgesamt sind rund 51 000 Grevenbroicher zum Urnengang aufgerufen, die Wahlvorstände in den 50 Wahllokalen müssen sehr aufpassen: Nicht jeder Bürger kann nämlich überall sein Kreuzchen machen. Ein Beispiel: Für die Wahl zum EU-Parlament gilt ein Mindestalter von 18 Jahren, für die übrigen von 16 Jahren. Auch sonst ist viel zu beachten. Die Stadt hat deshalb die Wahlvorstände um einen auf neun Helfer vergrößert.
Die Einberufung hat diese Woche begonnen. Zur Vorsicht
hat die Stadt 730 Bürger – mehr als an Wahlhelfern benötigt wird –
angeschrieben, viele davon sind städtische Bedienstete oder arbeiten bei
Sparkasse, AOK oder anderen Einrichtungen. "Die Stadt unterhält dafür
eine Wahlhelfer-Datenbank, erläutert Claußen. "Wir freuen uns aber auch
über Grevenbroicher, die sich selbst als Wahlhelfer melden – das ist
gelebte Demokratie." Interessierte können sich unter der Rufnummer 02181
608324 melden. Wegen der "Vielschichtigkeit" der Aufgabe gibt's diesmal
mehr Erfrischungsgeld: 35 statt 25 Euro.
Damit die Vorstände in den Lokalen nicht vier Wahlen auszählen müssen, werden sie entlastet. "Die Urnen für die Integrationswahl werden im Rathaus geleert und die Stimmzettel dort ausgezählt", erläutert Claußen. Das erledigt ein Vorstand, der zuvor die Briefwahl-Stimmzettel gezählt hat – die Stadt rechnet mit 11 000 Briefwählern.
Klar ist: Der Wahltag wird teuer. "Bei getrennten Wahlen würden etwa 140 000 Euro an Kosten anfallen, durch die Zusammenlegung auf einen Termin erhoffen wir uns Einsparungen von 35 000 Euro", erklärt Stadtsprecher Andreas Sterken. Der Großteil der Kosten bleibt bei der Stadt hängen, lediglich für die Europawahl gebe es eine Erstattung.
Der Wahltag wird zudem eine Menge Papier verursachen. Rund 200 000 Stimmzettel müssen gedruckt werden. Insgesamt sind rund 51 000 Grevenbroicher zum Urnengang aufgerufen, die Wahlvorstände in den 50 Wahllokalen müssen sehr aufpassen: Nicht jeder Bürger kann nämlich überall sein Kreuzchen machen. Ein Beispiel: Für die Wahl zum EU-Parlament gilt ein Mindestalter von 18 Jahren, für die übrigen von 16 Jahren. Auch sonst ist viel zu beachten. Die Stadt hat deshalb die Wahlvorstände um einen auf neun Helfer vergrößert.
Damit die Vorstände in den Lokalen nicht vier Wahlen auszählen müssen, werden sie entlastet. "Die Urnen für die Integrationswahl werden im Rathaus geleert und die Stimmzettel dort ausgezählt", erläutert Claußen. Das erledigt ein Vorstand, der zuvor die Briefwahl-Stimmzettel gezählt hat – die Stadt rechnet mit 11 000 Briefwählern.
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Grevenbroich
Grevenbroich Kirmes: Budengasse ein Sicherheitsrisiko?
Die
Kirmesmeile auf der Graf-Kessel-Straße wird beim nächsten Schützenfest
wohl anders aussehen als bisher: Die Stadt hat wegen der Enge erhebliche
Sicherheitsbedenken. Die Schützen wollen aber auch die Atmosphäre
erhalten.
Von Carsten Sommerfeld und Andreas Buchbauer
Für einige Tage im Jahr wird die kleine
Graf-Kessel-Straße zu der am meistbevölkerten im gesamten Stadtgebiet:
Beim Grevenbroicher Schützenfest flanieren Tausende an den dicht
aneinandergereihten Buden vorbei. Doch die Fülle und Enge dort macht der
Stadt offensichtlich erhebliche Sorgen. Wegen Sicherheitsbedenken
gibt's nach NGZ-Information im Rathaus Pläne, die Budengasse zwischen
Bahnstraße und Kirmesplatz zum Bürgerschützenfest Anfang September neu
anzuordnen. Doch wie lassen sich Sicherheit und Attraktivität auf der
Meile miteinander vereinbaren? Keine einfache Frage, die heute bei einem
Treffen im Rathaus besprochen wird.
Beigeordnete Barbara Kamp hat dazu Dr. Peter Cremerius, Chef des Bürgerschützenvereins Grevenbroich (BSV), eingeladen. "Wir haben Verständnis für die Bedenken der Stadt, die Straße liegt den Sicherheitsbehörden schwer im Magen. Wir müssen ganz klar eine Lösung finden, die die Belange der Sicherheit erfüllt, die aber auch dafür sorgt, dass die Budengasse ihre ganz besondere Atmosphäre behält", betont der BSV-Chef. "Sie muss attraktiv bleiben – für Besucher und für Schausteller."
Doch gegen Veränderungen sperrt sich der BSV-Präsident nicht: "Wir wissen, dass es beim Grevenbroicher Schützenfest auf der Straße sehr eng ist, zuweilen gibt es dort kaum ein Durchkommen. Wir werden sehen, welche Vorschläge die Stadt uns macht."
Rathaussprecher Andreas Sterken machte zum Stand der Planung in der Stadtverwaltung keine Angaben, er erwähnte auch das Treffen heute nicht. Sterken bestätigte lediglich, dass derzeit im Rathaus ein Konzept zur Neugestaltung der Budengasse erarbeitet werde. "Dies wollen wir in enger Abstimmung mit dem Bürgerschützenverein tun." Sterken ist zuversichtlich, dass man "gemeinsam eine gute Lösung finden werde".
Wie kann die aussehen? Denkbar wäre, beispielsweise
nur auf einer Straßenseite eine Budenzeile zu errichten oder die Stände
aufgelockerter anzuordnen. Das wäre nicht die erste Umplanung mit Blick
auf das Sicherheitskonzept. Seit einiger Zeit bereits wird die
verlängerte Montzstraße beim Fest vollständig für die Anfahrt der
Rettungskräfte frei gehalten. Und vor zwei Jahren wurde sogar das
Schützenfestzelt "gedreht", um beispielsweise für die Feuerwehr im
Einsatzfall mehr Platz zwischen dem abgezäunten Bereich und der
Grundschule nebenan zu schaffen. "Wir haben jetzt den Biergarten auf der
anderen Seite des Zeltes. Der ist dadurch größer und schöner geworden –
eine Win-win-Situation", so Cremerius. Sehr bewährt habe sich das auch
das seit einigen Jahren von der Stadt auf dem Schützenareal verhängte
Glasverbot. "Wir wollen, dass alle großen und kleinen Besucher sicher
auf die Kirmes gehen können", betont der Präsident der Bürgerschützen.
Eine Verlagerung des Festtreibens aus dem Stadtzentrum heraus kommt für den Bürgerschützenverein Grevenbroich überhaupt nicht in Frage. "Ich habe bei einer Vollversammlung vor einigen Jahren den Auftrag erhalten, dafür zu sorgen, dass der Schützenplatz in der City bleibt", sagt Cremerius.
Beigeordnete Barbara Kamp hat dazu Dr. Peter Cremerius, Chef des Bürgerschützenvereins Grevenbroich (BSV), eingeladen. "Wir haben Verständnis für die Bedenken der Stadt, die Straße liegt den Sicherheitsbehörden schwer im Magen. Wir müssen ganz klar eine Lösung finden, die die Belange der Sicherheit erfüllt, die aber auch dafür sorgt, dass die Budengasse ihre ganz besondere Atmosphäre behält", betont der BSV-Chef. "Sie muss attraktiv bleiben – für Besucher und für Schausteller."
Doch gegen Veränderungen sperrt sich der BSV-Präsident nicht: "Wir wissen, dass es beim Grevenbroicher Schützenfest auf der Straße sehr eng ist, zuweilen gibt es dort kaum ein Durchkommen. Wir werden sehen, welche Vorschläge die Stadt uns macht."
Rathaussprecher Andreas Sterken machte zum Stand der Planung in der Stadtverwaltung keine Angaben, er erwähnte auch das Treffen heute nicht. Sterken bestätigte lediglich, dass derzeit im Rathaus ein Konzept zur Neugestaltung der Budengasse erarbeitet werde. "Dies wollen wir in enger Abstimmung mit dem Bürgerschützenverein tun." Sterken ist zuversichtlich, dass man "gemeinsam eine gute Lösung finden werde".
Eine Verlagerung des Festtreibens aus dem Stadtzentrum heraus kommt für den Bürgerschützenverein Grevenbroich überhaupt nicht in Frage. "Ich habe bei einer Vollversammlung vor einigen Jahren den Auftrag erhalten, dafür zu sorgen, dass der Schützenplatz in der City bleibt", sagt Cremerius.
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Grevenbroich
Jüchen SPD: Bewerber kämpfen um Plätze auf der Liste
Die SPD
besetzt wenige Wahlbezirke mit Neulingen. Platz eins bis zehn der
Reserveliste waren umkämpft; einzige Frau ist Rosi Bruckmann.
Von Daniela Buschkamp
Was sich Hans-Josef Schneider (57), der letzte
Bürgermeister-Kandidat der Jüchener SPD, für seinen Wahlbezirk 13
(Schaan, Kelzenberg, Priesterath) wünscht: "Ihn mal direkt zu holen."
Für die Kommunalwahl im Mai hat Fraktions- und Ortsvereins-Chef Holger
Tesmann bei der Kandidatenaufstellung die Devise ausgegeben: "Wir wollen
die absolute Mehrheit der CDU verhindern." Tesmann hofft auf mindestens
zehn Sitze im künftigen Gemeinderat – entsprechend umkämpft waren diese
Platzierungen auf der Reserveliste.
Bei der Kommunalwahl 2009 hatte die CDU alle Wahlbezirke direkt errungen – dies peilt sie beim nächsten Wahltermin erneut an.Die Jüchener Liberalen hatten deutlich um 7,2 Prozent zugelegt – die SPD lediglich um 1,2 Prozent. Auch ihr Bürgermeister-Kandidat Franz-Josef Schneider war mit 29,9 Prozent gegen den CDU-Bewerber Harald Zillikens gescheitert. Holger Tesmann will sich im Wahlkampf auf Themen wie Familienfreundlichkeit, Energiepolitik und Mobilität konzentrieren.
Auch wenn Holger Tesmann von einer "Mischung aus bewährten und neuen Kräften" sprach: Für die 19 Wahlbezirke wurden überwiegend bekannte Bewerber aufgestellt, mit Marion Süßmilch, Rosemarie Bruckmann und Bente Berger gehören nur drei Frauen dazu.
Ob Berger ihren Wahlbezirk Otzenrath – sie erzielte dort im Jahr 2009 24,5 Prozent – überhaupt übernehmen wird, ist zurzeit noch unklar. Die Otzenratherin war über ihr Ergebnis (19 Ja-, 13- Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen) enttäuscht, erklärte ihren Verzicht. "Ich hatte kein schlechtes Ergebnis erzielt, möchte auch kommunalpolitisch etwas erreichen", erklärter Berger gestern gegenüber unserer Zeitung. Holger Tesmann sagte dazu: "Das Thema werden wir noch klären." Durch Bergers Verzicht entfiel die Kampfabstimmung mit Rosemarie Bruckamann (69), Behindertenbeauftragte und Beisitzerin des Ortsvereins-Vorstands, um Platz sechs der Reserveliste. Bruckmann will sich besonders dem Thema Inklusion widmen.
Um Platz acht konkurrierten Holger Witting, Sprecher
des SPD-Ortsnetzwerks Bedburdyck-Gierath, und Hanno Gischler (31),
Sprecher des Ortsnetzwerks Hochneukirch-Otzenrath. Gischler, der keinen
Wahlbezirk übernommen hatte, wollte einen besseren Listenplatz als den
angebotenen zehnten. Er erhielt dafür zehn der 33 Stimmen, konnte sich
aber Platz zehn der Liste mit 17 zu 16 Stimmen gegen Heinz-Josef Prega
sichern. "Platz zehn ist ambitioniert, aber wir haben gute Arbeit
geleistet", meinte der Lehrer aus Hochneukirch.
Einer der neuen SPD-Bewerber ist Michael Bruckner, 33-jähriger Ingenieur aus Gierath, der im Wahlbezirk 14 (Gierath) antritt und erst seit kurzem zur Jüchener SPD gehört. Stefan Schmeings Parteibuch ist noch frisch. Er tritt im Wahlbezirk neun (Hochneukirch) an. Der Familienvater lebt seit acht Jahren dort, arbeitet als Controller.
Bei der Kommunalwahl 2009 hatte die CDU alle Wahlbezirke direkt errungen – dies peilt sie beim nächsten Wahltermin erneut an.Die Jüchener Liberalen hatten deutlich um 7,2 Prozent zugelegt – die SPD lediglich um 1,2 Prozent. Auch ihr Bürgermeister-Kandidat Franz-Josef Schneider war mit 29,9 Prozent gegen den CDU-Bewerber Harald Zillikens gescheitert. Holger Tesmann will sich im Wahlkampf auf Themen wie Familienfreundlichkeit, Energiepolitik und Mobilität konzentrieren.
Auch wenn Holger Tesmann von einer "Mischung aus bewährten und neuen Kräften" sprach: Für die 19 Wahlbezirke wurden überwiegend bekannte Bewerber aufgestellt, mit Marion Süßmilch, Rosemarie Bruckmann und Bente Berger gehören nur drei Frauen dazu.
Ob Berger ihren Wahlbezirk Otzenrath – sie erzielte dort im Jahr 2009 24,5 Prozent – überhaupt übernehmen wird, ist zurzeit noch unklar. Die Otzenratherin war über ihr Ergebnis (19 Ja-, 13- Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen) enttäuscht, erklärte ihren Verzicht. "Ich hatte kein schlechtes Ergebnis erzielt, möchte auch kommunalpolitisch etwas erreichen", erklärter Berger gestern gegenüber unserer Zeitung. Holger Tesmann sagte dazu: "Das Thema werden wir noch klären." Durch Bergers Verzicht entfiel die Kampfabstimmung mit Rosemarie Bruckamann (69), Behindertenbeauftragte und Beisitzerin des Ortsvereins-Vorstands, um Platz sechs der Reserveliste. Bruckmann will sich besonders dem Thema Inklusion widmen.
Einer der neuen SPD-Bewerber ist Michael Bruckner, 33-jähriger Ingenieur aus Gierath, der im Wahlbezirk 14 (Gierath) antritt und erst seit kurzem zur Jüchener SPD gehört. Stefan Schmeings Parteibuch ist noch frisch. Er tritt im Wahlbezirk neun (Hochneukirch) an. Der Familienvater lebt seit acht Jahren dort, arbeitet als Controller.
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Jüchen
Jüchen Turner ärgern sich über Dreck und defekte Geräte
Jürgen
Odenkirchen, Trainer beim Turnverein Jüchen, weist auf gefährliche
Zustände in der Dreifachturnhalle an der Stadionstraße hin.
Zudem sei die Sportstätte stark verdreckt: "Andere
Hallen sind auch schmutzig, aber in manchen Kommunen sind sie deutlich
sauberer", weiß der Sportler. Außerdem seien Sportgeräte immer noch
beschädigt, die bereits im Dezember 2013 nach Auskunft der Verwaltung
repariert worden seien: "Werden die jetzt nochmal repariert, zahlt die
Gemeinde hier doppelt?", fragt Odenkirchen. Er hat die
Gemeindeverwaltung und den Gemeinderat eingeschaltet und um Aufklärung
seiner Fragen gebeten.
Jürgen Odenkirchen schildert risikoreiche Situationen, die er etwa am 26. und am 31. Januar im Geräteraum der Halle erlebt hat: "Die Tore waren gefährlich im Geräteraum abgelegt; beide Tore lagen schräg auf dem Schwebebalken." Sie hätten leicht wegrutschen können, im schlimmsten Fall den Kindern die Beine wegreißen können. Der Trainer des Turnvereins schätzt dies als "Unfallgefahr bis zum Beinbruch" ein.
"Es war nicht möglich, gefahrfrei irgendein Gerät aus dem Raum zu bekommen", sagt Jürgen Odenkirchen. Deshalb sei es auch unmöglich, die Kinder in den Gräteraum zu lassen. Er will wissen: "Wer haftet eigentlich bei Personenschäden?"
Seine weitere Kritik: Der Boden in der Dreifachhalle sei so stark verstaubt gewesen, dass er große Staubflocken von der Turnkleidung der Kinder klauben konnte. "Der Hallenboden war so verschmutzt, dass auch die Stoppersocken schwarz vor Dreck waren." Dies könne man den Kindern – und auch ihren Eltern – nicht zumuten.
Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung hat jetzt die
Dreifachhalle überprüft: "Wir sind diesen Hinweisen bereits am nächsten
Tag nachgegangen", so Rathaus-Sprecher Norbert Wolf. "Danach liegt keine
Gefährdung für die Sportler in der Halle vor; eine Beeinträchtigung des
Sportbetriebs ist nicht gegeben." Die Verwaltung werde das Ergebnis der
Überprüfung in der nächsten Sitzung des Sportausschusses berichten.
Jürgen Odenkirchen ist mit dieser Antwort nur bedingt zufrieden. "Immer wieder gibt es Probleme, dass die Geräte nicht richtig weggeräumt weden." Außerdem sei noch nichts mit den defekten Turngeräten geschehen – diese Beschädigungen seien in der vergangenen Woche immer noch nicht behoben worden.
Jürgen Odenkirchen schildert risikoreiche Situationen, die er etwa am 26. und am 31. Januar im Geräteraum der Halle erlebt hat: "Die Tore waren gefährlich im Geräteraum abgelegt; beide Tore lagen schräg auf dem Schwebebalken." Sie hätten leicht wegrutschen können, im schlimmsten Fall den Kindern die Beine wegreißen können. Der Trainer des Turnvereins schätzt dies als "Unfallgefahr bis zum Beinbruch" ein.
"Es war nicht möglich, gefahrfrei irgendein Gerät aus dem Raum zu bekommen", sagt Jürgen Odenkirchen. Deshalb sei es auch unmöglich, die Kinder in den Gräteraum zu lassen. Er will wissen: "Wer haftet eigentlich bei Personenschäden?"
Seine weitere Kritik: Der Boden in der Dreifachhalle sei so stark verstaubt gewesen, dass er große Staubflocken von der Turnkleidung der Kinder klauben konnte. "Der Hallenboden war so verschmutzt, dass auch die Stoppersocken schwarz vor Dreck waren." Dies könne man den Kindern – und auch ihren Eltern – nicht zumuten.
Jürgen Odenkirchen ist mit dieser Antwort nur bedingt zufrieden. "Immer wieder gibt es Probleme, dass die Geräte nicht richtig weggeräumt weden." Außerdem sei noch nichts mit den defekten Turngeräten geschehen – diese Beschädigungen seien in der vergangenen Woche immer noch nicht behoben worden.
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Jüchen
Bluttat an Landstraße in Kaarst Fall Dicke: Anklage bis zum Sommer
Heute vor
neun Wochen starb Daniel Dicke an der K37 in Büttgen. Die
Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er von seinem Cousin erschlagen
wurde. Der 28-Jährige sitzt wegen Totschlags in Untersuchungshaft. Ein
Rätsel bleibt das Motiv.
Von Julia Hagenacker
Irgendjemand hat frische Blumen niedergelegt, das Laub
beiseitegeschoben und die Kerze im Windlicht angezündet, so dass der
Blick der Autofahrer automatisch auf das Holzkreuz am Straßenrand fällt.
Die flackernde Flamme macht es unmöglich zu vergessen, dass an genau
dieser Stelle, vor genau neun Wochen ein unfassbar grausames Verbrechen
geschah. Am Rand der K 37, etwa 40 Meter hinter der Einmündung zur L
381, starb am 11. Dezember Daniel Dicke. Der 35 Jahre alte
Versicherungskaufmann wurde erschlagen – höchstwahrscheinlich von seinem
eigenen Cousin. Spätestens bis Mitte Juli, wahrscheinlich aber schon
früher, wird die Staatsanwaltschaft gegen ihn Anklage erheben. Der
Tatvorwurf lautet derzeit auf Totschlag.
Seit vier Wochen sitzt der 28 Jahre alte Lehrer, der an einer Schule in Willich unterrichtete, wie die Eltern des Opfers in Korschenbroich wohnte und bei diesen nach dem Tod des eigenen Vaters offenbar ein- und ausging, in Düsseldorf in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags, der mutmaßliche Täter schweigt seither. Weil es keine Zeugen zu geben scheint, die die eigentliche Tat beobachtet haben, rätselt die Öffentlichkeit mehr denn je über das Tatmotiv. "Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen", sagt Staatsanwalt Matthias Ridder. "Motivationslagen sind in so einem Fall, bei dem Täter und Opfer in einem derart engen, persönlichen Verhältnis zueinanderstanden, aber viele denkbar."
Klar ist: Daniel Dicke und sein Cousin hatten am Tattag mehrfach miteinander telefoniert, das ergab eine Auswertung der Telefondaten. Wahrscheinlich waren sie verabredet, Daniel Dicke kam von zu Hause, aus Dormagen. "Womöglich waren sie auf dem Weg zueinander", sagt Staatsanwalt Ridder. Womöglich kamen sie sich entgegen, erkannten sich und – hielten an. Um 22.16 Uhr meldete eine Autofahrerin zunächst einen vermeintlichen Verkehrsunfall. Rettungskräfte fanden den Dormagener, der als Sachbearbeiter bei einer Versicherung in Köln arbeitete, erschlagen neben seinem Auto liegend.
Zeugen berichteten später, sie hätten in der Nähe des
Tatorts zwei Männer und einen silbernen Golf beobachtet – einen Wagen,
wie ihn auch der jetzt Tatverdächtige fuhr. Ins Visier der Kripo war der
Lehrer über eben diesen geraten. Dreimal wurde der 28-Jährige zunächst
als Zeuge vernommen, bevor ihn die Polizei aufforderte, seinen Golf für
Untersuchungen zur Verfügung zu stellen. Im Innenraum fanden die
Kriminaltechniker Blutspuren des Opfers, für die Staatsanwaltschaft
begründen sie den dringenden Tatverdacht.
"Juristisch", sagt Matthias Ridder, "impliziert der dringende Tatverdacht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Beschuldigte die Tat, die ihm vorgeworfen wird, auch begangen hat." Belastbare Hinweise darauf, dass es sich um einen Mord gehandelt haben könnte, gibt es derzeit offenbar nicht. Dafür fehlt es an einem nachvollzieh- und belegbaren Mordmerkmal. Heimtücke käme zum Beispiel als solches in Betracht. Heimtücke, sagt das Gesetz, liegt vor, wenn der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst ausnutzt. Theoretisch: Hätte die Obduktion ergeben, dass Daniel Dicke der erste Schlag von hinten traf, säße Letzterer jetzt wahrscheinlich wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Sicher ist: Spätestens Mitte Juli muss die Kripo ihre Ermittlungen abgeschlossen und die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben haben. Matthias Ridder ist zuversichtlich, dass das klappt.
Seit vier Wochen sitzt der 28 Jahre alte Lehrer, der an einer Schule in Willich unterrichtete, wie die Eltern des Opfers in Korschenbroich wohnte und bei diesen nach dem Tod des eigenen Vaters offenbar ein- und ausging, in Düsseldorf in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags, der mutmaßliche Täter schweigt seither. Weil es keine Zeugen zu geben scheint, die die eigentliche Tat beobachtet haben, rätselt die Öffentlichkeit mehr denn je über das Tatmotiv. "Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen", sagt Staatsanwalt Matthias Ridder. "Motivationslagen sind in so einem Fall, bei dem Täter und Opfer in einem derart engen, persönlichen Verhältnis zueinanderstanden, aber viele denkbar."
Klar ist: Daniel Dicke und sein Cousin hatten am Tattag mehrfach miteinander telefoniert, das ergab eine Auswertung der Telefondaten. Wahrscheinlich waren sie verabredet, Daniel Dicke kam von zu Hause, aus Dormagen. "Womöglich waren sie auf dem Weg zueinander", sagt Staatsanwalt Ridder. Womöglich kamen sie sich entgegen, erkannten sich und – hielten an. Um 22.16 Uhr meldete eine Autofahrerin zunächst einen vermeintlichen Verkehrsunfall. Rettungskräfte fanden den Dormagener, der als Sachbearbeiter bei einer Versicherung in Köln arbeitete, erschlagen neben seinem Auto liegend.
"Juristisch", sagt Matthias Ridder, "impliziert der dringende Tatverdacht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Beschuldigte die Tat, die ihm vorgeworfen wird, auch begangen hat." Belastbare Hinweise darauf, dass es sich um einen Mord gehandelt haben könnte, gibt es derzeit offenbar nicht. Dafür fehlt es an einem nachvollzieh- und belegbaren Mordmerkmal. Heimtücke käme zum Beispiel als solches in Betracht. Heimtücke, sagt das Gesetz, liegt vor, wenn der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst ausnutzt. Theoretisch: Hätte die Obduktion ergeben, dass Daniel Dicke der erste Schlag von hinten traf, säße Letzterer jetzt wahrscheinlich wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Sicher ist: Spätestens Mitte Juli muss die Kripo ihre Ermittlungen abgeschlossen und die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben haben. Matthias Ridder ist zuversichtlich, dass das klappt.
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Kaarst
Korschenbroich Schwertransport rollt über drei Brücken
Ein
Transformator für Abu Dhabi. Die erste Etappe der Überführung von Rheydt
nach Krefeld führte durch den Rhein-Kreis. In Glehn und Büttgen
überquerte das 403 Tonnen schwere Gespann Brücken. Es kam zu
Verkehrsbehinderungen.
Von Christian Kandzorra
Die Motoren der schweren Zugmaschinen laufen bereits,
als die Fahrer, Begleiter und Organisatoren des riesigen
Stromtransformator-Transportes ein letztes Mal die Route durchgehen. Um
22 Uhr das Startsignal: Im Schritttempo verlässt der 53 Meter lange
Konvoi auf 28 Achsen das Betriebsgelände der Firma Alstom in Rheydt.
Ziel: Der Krefelder Hafen, wo der 255 Tonnen schwere Transformator in
Richtung Abu Dhabi verschifft werden soll. Die Route führt an Glehn und
Büttgen vorbei, wo in der Nacht zu gestern drei Brücken überquert werden
mussten.
Das ist für die Bauwerke eine echte Belastungsprobe, denn der Transporter bringt insgesamt ein Gewicht von 403 Tonnen auf die Waage. Damit ist er schwerer als ein voll beladener Jumbo-Jet. "Ein Lkw zieht vorne, ein anderer drückt von hinten, um die Last zu bewegen", sagt Bernd Segbers vom Bornheimer Schwertransport-Unternehmen Baumann. Begleitet wird die Reise des Transformators bis zum Etappenziel in Osterath von einer Kolonne aus Polizei und Verkehrstechnikern, die den Weg frei machen, Straßen sperren, Ampelanlagen zur Seite schwenken, Schilder und Leitplanken abmontieren.
Die Kosten für den gesamten Transport von Rheydt nach Krefeld liegen laut Segbers im sechsstelligen Bereich. Verzögerungen oder gar Pannen gab es durch die gründliche Vorbereitung nicht. So wie die Überführung "Am Bilderstock" in Epsendorf konnte auch die große Brücke an der Landstraße 361 zwischen Glehn und Kleinenbroich, die über die Bundesstraße 230 führt, ohne Stopps überfahren werden. Genau beobachtet wurde das Bauwerk dabei von Ulf Kohlbrei vom TÜV Rheinland. Er führte unter der Brücke ein Monitoring durch, das für eine Sperrung der B 230 sorgte. Acht Stunden lang mussten Autofahrer dort Umwege in Kauf nehmen. "Eine Nachrechnung der Brückenstatik hat ergeben, dass der Transport keine Auswirkungen auf das Bauwerk haben wird", sagt Kohlbrei.
Doch Theorie ist nicht gleich Praxis: "Wir messen mit
einem Sensor die Dehnung der Brücke, während der Transport darüber rollt
– und können eventuelle Folgeschäden erkennen", sagt der Bauingenieur.
Starke Nerven brauchten die beiden Fahrer des Lastzuges, Ingolf Fischer
und Sascha Prüfer, spätestens auf der L 154, die an Büttgen vorbeiführt.
Dort musste eine Eisenbahnbrücke überquert werden, die für die 403
Tonnen schwere Belastung nicht ausgelegt ist.
Deshalb wurde auf der Brücke eine Stahl-Brücke errichtet, die sie entlastete. Zentimeter für Zentimeter rollte der Konvoi darüber. "Zum Glück lief alles nach Plan. Die Fahrt über der Eisenbahnbrücke gehörte neben der Überquerung der vollgesperrten Autobahn 52 gegen 0.30 Uhr zu den kritischsten Momenten der gesamten Aktion", fasst Organisator Bernd Segbers zusammen.
Das ist für die Bauwerke eine echte Belastungsprobe, denn der Transporter bringt insgesamt ein Gewicht von 403 Tonnen auf die Waage. Damit ist er schwerer als ein voll beladener Jumbo-Jet. "Ein Lkw zieht vorne, ein anderer drückt von hinten, um die Last zu bewegen", sagt Bernd Segbers vom Bornheimer Schwertransport-Unternehmen Baumann. Begleitet wird die Reise des Transformators bis zum Etappenziel in Osterath von einer Kolonne aus Polizei und Verkehrstechnikern, die den Weg frei machen, Straßen sperren, Ampelanlagen zur Seite schwenken, Schilder und Leitplanken abmontieren.
Die Kosten für den gesamten Transport von Rheydt nach Krefeld liegen laut Segbers im sechsstelligen Bereich. Verzögerungen oder gar Pannen gab es durch die gründliche Vorbereitung nicht. So wie die Überführung "Am Bilderstock" in Epsendorf konnte auch die große Brücke an der Landstraße 361 zwischen Glehn und Kleinenbroich, die über die Bundesstraße 230 führt, ohne Stopps überfahren werden. Genau beobachtet wurde das Bauwerk dabei von Ulf Kohlbrei vom TÜV Rheinland. Er führte unter der Brücke ein Monitoring durch, das für eine Sperrung der B 230 sorgte. Acht Stunden lang mussten Autofahrer dort Umwege in Kauf nehmen. "Eine Nachrechnung der Brückenstatik hat ergeben, dass der Transport keine Auswirkungen auf das Bauwerk haben wird", sagt Kohlbrei.
Deshalb wurde auf der Brücke eine Stahl-Brücke errichtet, die sie entlastete. Zentimeter für Zentimeter rollte der Konvoi darüber. "Zum Glück lief alles nach Plan. Die Fahrt über der Eisenbahnbrücke gehörte neben der Überquerung der vollgesperrten Autobahn 52 gegen 0.30 Uhr zu den kritischsten Momenten der gesamten Aktion", fasst Organisator Bernd Segbers zusammen.
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Korschenbroich
Rommerskirchen Mehrzweckhalle erhält neue LED-Beleuchtung
40 000 Euro
wird RWE für LED-Leuchten in der Halle am Nettesheimer Weg ausgeben.
Einige Politiker fürchten eine Abhängigkeit vom Konzern.
Von Sebastian Meurer
Seit der Rat vor genau zehn Jahren über seine
Zustimmung zum Bau der beiden BoA-Blöcke in Neurath diskutierte, ist die
öffentliche Kritik an RWE und seinen zahlreichen Töchtern auf
Rommerskirchens politischer Bühne weitgehend verstummt. Ausnahmen
machten seither allenfalls die UWG oder Bündnis 90/Die Grünen. In den
vergangenen Wochen hat sich dies zumindest ein wenig geändert.
Während CDU-Bürgermeisterkandidat Michael Willmann den Stromkauf an der Strombörse in sein Wahlprogramm aufnahm, weil dies billiger sein könne als die Energie von Großunternehmen zu beziehen, machte Grünen-Fraktionschef Jupp Kirberg jüngst im Rat grundsätzliche Bedenken gegen die – durchaus breit gefächerte – Sponsorentätigkeit von RWE in der Gemeinde geltend. Kirberg sieht die Gemeinde zunehmend "abhängig" von RWE, was sie im schlimmsten Fall sogar "erpressbar" mache. Anlass für Jupp Kirbergs grundsätzliche Kritik an der Sponsorentätigkeit des Energieriesen war der Abschluss einer Fördervereinbarung, wonach RWE die Mehrzweckhalle am Nettesheimer Weg mit LED-Beleuchtung ausstattet.
Der Förderbetrag dafür beläuft sich auf rund 40000 Euro. Jupp Kirberg stand nicht allein mit seinen Bedenken, die auch Norbert Hufschmidt (UWG) und – etwas überraschend – Theo Paschen (CDU) teilten. Paschen zufolge würde RWE das Geld besser den Vereinen zugute kommen lassen, so etwa für das Schützenhaus in Frixheim. CDU-Fraktionschef Stephan Kunz hätte das Projekt gern um 10 000 Euro günstiger für die Gemeinde gesehen. Bürgermeister Albert Glöckner nannte die Preisgestaltung von RWE realistisch.
Glöckner warb für die neue Beleuchtung unter anderem mit Blick auf die Karnevalssitzungen. Zudem werde sie nicht allein für den Schulsport, sondern auch von Vereinen, wie etwa dem Tischtennisclub Grün-Weiß Vanikum, genutzt. Für die SPD verwies Fraktionschef Martin Mertens auf die sinnvollen Projekte, die RWE in den vergangenen Jahren gefördert habe. Bei aller Kritik an dem Energieriesen: Der Beginn einer "Los-von-RWE-Bewegung" war die Debatte nicht. Vizebürgermeister Peter-Josef Möhlen (CDU) zog schließlich die Reissleine: Möhlen fragte Kirberg, welcher andere Sponsor sich denn wichtiger Projekte annehmen solle, wenn RWE ausscheide. Kritik hatte die Passage der Fördervereinbarung ausgelöst, in der sich die Gemeinde zu diversen Publicity-Aktionen für RWE verpflichtet. Die vom Rat mit deutlicher Mehrheit gebilligte Umrüstung auf LED-Beleuchtung soll bis Ende August erfolgt sein.
Während CDU-Bürgermeisterkandidat Michael Willmann den Stromkauf an der Strombörse in sein Wahlprogramm aufnahm, weil dies billiger sein könne als die Energie von Großunternehmen zu beziehen, machte Grünen-Fraktionschef Jupp Kirberg jüngst im Rat grundsätzliche Bedenken gegen die – durchaus breit gefächerte – Sponsorentätigkeit von RWE in der Gemeinde geltend. Kirberg sieht die Gemeinde zunehmend "abhängig" von RWE, was sie im schlimmsten Fall sogar "erpressbar" mache. Anlass für Jupp Kirbergs grundsätzliche Kritik an der Sponsorentätigkeit des Energieriesen war der Abschluss einer Fördervereinbarung, wonach RWE die Mehrzweckhalle am Nettesheimer Weg mit LED-Beleuchtung ausstattet.
Der Förderbetrag dafür beläuft sich auf rund 40000 Euro. Jupp Kirberg stand nicht allein mit seinen Bedenken, die auch Norbert Hufschmidt (UWG) und – etwas überraschend – Theo Paschen (CDU) teilten. Paschen zufolge würde RWE das Geld besser den Vereinen zugute kommen lassen, so etwa für das Schützenhaus in Frixheim. CDU-Fraktionschef Stephan Kunz hätte das Projekt gern um 10 000 Euro günstiger für die Gemeinde gesehen. Bürgermeister Albert Glöckner nannte die Preisgestaltung von RWE realistisch.
Glöckner warb für die neue Beleuchtung unter anderem mit Blick auf die Karnevalssitzungen. Zudem werde sie nicht allein für den Schulsport, sondern auch von Vereinen, wie etwa dem Tischtennisclub Grün-Weiß Vanikum, genutzt. Für die SPD verwies Fraktionschef Martin Mertens auf die sinnvollen Projekte, die RWE in den vergangenen Jahren gefördert habe. Bei aller Kritik an dem Energieriesen: Der Beginn einer "Los-von-RWE-Bewegung" war die Debatte nicht. Vizebürgermeister Peter-Josef Möhlen (CDU) zog schließlich die Reissleine: Möhlen fragte Kirberg, welcher andere Sponsor sich denn wichtiger Projekte annehmen solle, wenn RWE ausscheide. Kritik hatte die Passage der Fördervereinbarung ausgelöst, in der sich die Gemeinde zu diversen Publicity-Aktionen für RWE verpflichtet. Die vom Rat mit deutlicher Mehrheit gebilligte Umrüstung auf LED-Beleuchtung soll bis Ende August erfolgt sein.
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Rommerskirchen
Neuss 5 Rettungsdienstmitarbeiter machen pietätlose Fotos von Kranken
Hilflose
Kranke, denen ein Grablicht in die Hand gedrückt wurde oder denen ein
vermeintlicher Priester eine nachgestellte Krankensalbung gibt – diese
Fotos machten im Internet die Runde und schockieren Vorstand und
Mitarbeiter der Johanniter-Unfallhilfe in Neuss.
Von Susanne Genath
Denn es waren drei ehemalige – erfahrene – Kollegen
aus dem Rettungsdienst, die diese pietätlosen Bilder von ihnen
anvertrauten Patienten gemacht hatten. "Wir
sind zutiefst betroffen und haben ihnen Ende Januar gekündigt",
berichtet Joachim Kürsten, Regionalvorstand für den Verband Niederrhein.
Die Fotos wurden im vergangenen Jahr aufgenommen und über soziale Netzwerke verbreitet. So erfuhr auch die Johanniter-Geschäftsführung davon. Sie hat neben den Kündigungen zudem Strafanzeige gegen die drei Männer unter anderem wegen Beleidigung erstattet. "Damit haben wir alles gemacht, was wir tun konnten", sagt Kürsten.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben seit einer Woche. Auch dort zeigt man sich betroffen von den Fotos.
Die Fotos wurden im vergangenen Jahr aufgenommen und über soziale Netzwerke verbreitet. So erfuhr auch die Johanniter-Geschäftsführung davon. Sie hat neben den Kündigungen zudem Strafanzeige gegen die drei Männer unter anderem wegen Beleidigung erstattet. "Damit haben wir alles gemacht, was wir tun konnten", sagt Kürsten.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben seit einer Woche. Auch dort zeigt man sich betroffen von den Fotos.
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Neuss
Neuss Alltagssituationen in Bildern verschlüsselt
Die in
Neuss aufgewachsene Malerin Alwina Heinz stellt im Atelierhaus und im
Amtsgericht rund 50 Werke aus. Grundlage aller Malerei ist bei ihr die
Durchdringung von realistischen Situationen mit Geist und Emotion.
Von Helga Bittner
Ein kleines Glasröhrchen, das Alwina Heinz auf der
Straße fand, gab den Ausschlag. Steht es nicht für einen Raum im Raum?
Für einen eigenen, durchsichtigen Kosmos im Kosmos? Und leben die
Menschen nicht auch in einer solchen Glasröhre? Es sind die Situationen,
die die Meisterschülern von Professor Grünfeld an der Düsseldorfer
Kunstakademie zu ihren Motiven führen. Allerdings nicht als
Eins-zueins-Abbildung, sondern durchdacht und gewissermaßen
philosophisch seziert, in neuen Metaphern zusammengesetzt, deren
Grundlage vor allem von dem Begriff "Dualität" geprägt ist.
Dass die 27-Jährige Malerin nach ihrer Ausbildung an der Kunstakademie noch ein Kunsttherapie-Studium in Dresden dranhängt, kann kaum verwundern. Nicht weil sie in diesem Bereich tätig sein will, sondern weil es ihr die Möglichkeit gibt, den tieferen Sinn hinter der Kunst und in der Kunst zu entdecken. Dass sie auf diesem Weg schon recht weit gekommen ist, belegt Kulturamtsleiter Harald Müller mit seiner Bemerkung: "Ihre Arbeiten haben mich so fasziniert, weil es selten ist, dass ein Künstler so tiefgründig und mit seiner Botschaft so präsent ist."
Und so hat er ihr eine Ausstellung im Atelierhaus ermöglicht. 14 Tage zeigt die in Neuss aufgewachsene Alwina Heinz dort parallel zu einer Ausstellung im Amtsgericht ihre Arbeiten. Insgesamt rund 50 sind, sagt sie, aber längst nicht alle, die sie auch hat. Sie würde immerzu malen, sagt die Künstlerin; "Ich habe so viele Bilder in meinen Kopf, produziere sehr schnell und nehme mir als Untergrund das, was gerade da ist." Dass sie dafür kein Atelier hat, sondern sich in ihrer Wohngemeinschaft einen Platz suchen muss, ficht sie nicht: "Irgendwo gibt es immer Platz", sagt sie.
Ihr großer Schaffensdrang korrespondiert mit ihrer Neugier im und aufs Leben. Zunächst hat sie Mathematik studiert (ach dem Abitur am Gymnasium Norf), "aber ich habe immer gemalt", sagt sie, und so hat sie sich dann doch an der Kunstakademie beworben. Schon an der Alten Post setzte die Jugendliche auf Künstler, "von denen ich was lernen konnte". Etwa bei Ildefons Höyng und dem Kursus "Freie Malerei", der ihr sehr viel bedeutet habe.
Doch das Kunststudium war nicht alles. Theologie und
Philosophie hat sie noch studiert, das Hebräicum gemacht: Wenn man von
einer Ganzheitlichkeit in der künstlerischen Arbeit, von einer
Durchdringung gedanklicher, emotionaler und malerischer Prozesse
sprechen kann – dann doch wohl im Fall von Alwina Heinz. Da passt es,
dass ihre Bilder, die in ihrer Struktur tatsächlich auch an
mathematische Gebilde erinnern, immer für beobachtete Situationen
stehen, für die sie eigene Chiffren findet. Das Glasröhrchen zum
Beispiel steht für das Umfeld, in dem sich der Mensch bewegt. Auf ihren
Bildern sind diese nur graue Flächen in länglichen Gefäßen vor einer
Häuserfront – und das ganze Bild hat auch wieder eine Rohrform: ein
Kosmos im Kosmos im Kosmos ... Rote und grüne Streifen weisen auf die
Beziehung untereinander, mal von Liebe, mal von Leere geprägt – für
Heinz die Dualität im menschlichen Dasein schlechthin.
Ein anderes großes Bild ist inspiriert von der Beobachtung bei einem Konzert: "Da stand ein kleines Mädchen ganz allein vorne, und es wirkte sehr zerbrechlich. Aber man merkte, dass der Chor um es herum mit seiner Gemeinschaft es stützte", sagt sie. Und diese Situation, diese nur für das innere Auge sichtbare Unterstützung hat sie in ein Bild umgesetzt, auf dem die sichtbare Welt unter der Unsichtbaren verschwindet, ein Kraftzentrum die Beziehungsachsen nährt, die das "Kind" von beiden Seiten halten.
Dass die 27-Jährige Malerin nach ihrer Ausbildung an der Kunstakademie noch ein Kunsttherapie-Studium in Dresden dranhängt, kann kaum verwundern. Nicht weil sie in diesem Bereich tätig sein will, sondern weil es ihr die Möglichkeit gibt, den tieferen Sinn hinter der Kunst und in der Kunst zu entdecken. Dass sie auf diesem Weg schon recht weit gekommen ist, belegt Kulturamtsleiter Harald Müller mit seiner Bemerkung: "Ihre Arbeiten haben mich so fasziniert, weil es selten ist, dass ein Künstler so tiefgründig und mit seiner Botschaft so präsent ist."
Und so hat er ihr eine Ausstellung im Atelierhaus ermöglicht. 14 Tage zeigt die in Neuss aufgewachsene Alwina Heinz dort parallel zu einer Ausstellung im Amtsgericht ihre Arbeiten. Insgesamt rund 50 sind, sagt sie, aber längst nicht alle, die sie auch hat. Sie würde immerzu malen, sagt die Künstlerin; "Ich habe so viele Bilder in meinen Kopf, produziere sehr schnell und nehme mir als Untergrund das, was gerade da ist." Dass sie dafür kein Atelier hat, sondern sich in ihrer Wohngemeinschaft einen Platz suchen muss, ficht sie nicht: "Irgendwo gibt es immer Platz", sagt sie.
Ihr großer Schaffensdrang korrespondiert mit ihrer Neugier im und aufs Leben. Zunächst hat sie Mathematik studiert (ach dem Abitur am Gymnasium Norf), "aber ich habe immer gemalt", sagt sie, und so hat sie sich dann doch an der Kunstakademie beworben. Schon an der Alten Post setzte die Jugendliche auf Künstler, "von denen ich was lernen konnte". Etwa bei Ildefons Höyng und dem Kursus "Freie Malerei", der ihr sehr viel bedeutet habe.
Ein anderes großes Bild ist inspiriert von der Beobachtung bei einem Konzert: "Da stand ein kleines Mädchen ganz allein vorne, und es wirkte sehr zerbrechlich. Aber man merkte, dass der Chor um es herum mit seiner Gemeinschaft es stützte", sagt sie. Und diese Situation, diese nur für das innere Auge sichtbare Unterstützung hat sie in ein Bild umgesetzt, auf dem die sichtbare Welt unter der Unsichtbaren verschwindet, ein Kraftzentrum die Beziehungsachsen nährt, die das "Kind" von beiden Seiten halten.
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Neuss
Neuss Kindergärten sehen Kita-Navigator skeptisch
Gerade erst
hat die ITK Rheinland für den von ihr entwickelten Kita-Navigator einen
Preis erhalten. Doch die Nutzer sind skeptisch.
Von Hanna Koch
Der Kita-Navigator, den auch die Neusser Kindergärten
nutzen, um die Anmeldungen für das kommende Kita-Jahr abzuwickeln, ist
ausgezeichnet worden: Der kommunale Dienstleister ITK Rheinland mit Sitz
in Neuss hat dafür den Branchenpreis "Process Exellence Network Award"
erhalten, unter anderem für die Innovationsstärke und Kostenersparnisse,
die das Programm ermöglicht.
"Wir sind von dem System überzeugt", sagt Petra Jülicher. Sie ist beim Neusser Jugendamt zuständig für den Fachbereich Kindertagesstätten und betreut die Nutzung des Kita-Navigators. "Seit dem Start des Programms haben bereits 2000 Familien dieses neue Angebot genutzt, ihre Kinder für einen Kita-Platz vormerken zu lassen", erzählt Jülicher.
Eingeführt hatte die Stadt den Kita-Navigator, um die Anmeldungen in den Kindergärten besser koordinieren zu können. Denn viele Eltern meldeten aus Angst, ihr Kind könne keinen Platz bekommen, ihren Nachwuchs gleich doppelt und dreifach an. Auch im Kita-Navigator können mehrere Wunsch-Kindergärten angegeben werden. Wird ein Platz vergeben, macht das System dies für die übrigen Kitas sichtbar. "Wir bekommen dann eine Meldung darüber", erläutert Anneli Breidenbach, Leiterin des Familienzentrums St. Quirin. "Vorher mussten wir den Eltern oft hinterhertelefonieren, ob sie nun einen Platz bei uns möchten oder ihr Kind schon versorgt ist", fügt Breidenbach hinzu. Sie ist mit dem Kita-Navigator zufrieden: "Klar muss man sich da hineinfuchsen, aber dann bringt es auch etwas", sagt sie
.
Dieses "hineinfuchsen" fällt jedoch vor allem den
Eltern nicht immer leicht. Gerade in Stadtteilen, wo viele sozial
schwache Menschen wohnen, birgt der Kita-Navigator Hürden. "Viele
unserer Eltern haben Probleme, den Online-Fragebogen auszufüllen", sagt
Hannegret Frohn, Leiterin des DRK-Familienzentrums in Erfttal. So bringe
der Kita-Navigator jede Menge Mehrarbeit mit sich: "Wir müssen den
Eltern helfen, oftmals vorher noch Überzeugungsarbeit leisten, damit sie
sich überhaupt auf den Kita-Navigator einlassen", berichtet Frohn.
Mit dieser Erfahrung steht sie nicht alleine: Auch im "bürgerlichen" Reuschenberg sieht Ulrike Müller-Rütz, Leiterin der Kita Lutherstraße, ähnliche Probleme. "Die Eltern müssen an dieses neue Instrument behutsam herangeführt werden", sagt sie. Auch Annette Kramer-Mühlen – sie leitet die Kita Weberstraße 88 – steht dem neuen Instrument skeptisch gegenüber: "Von einem Erfolg würde ich noch nicht sprechen", sagt sie. Das Jugendamt verweist darauf, dass es ratsuchende Eltern unterstützt. "Wir helfen bei den Eingaben und erklären das Programm", sagt Petra Jülicher. Erstmals habe Neuss zudem eine umfassende Datenbank über seine Kita-Angebote: "Für Eltern ist das ein toller Service", sagt Jülicher.
"Wir sind von dem System überzeugt", sagt Petra Jülicher. Sie ist beim Neusser Jugendamt zuständig für den Fachbereich Kindertagesstätten und betreut die Nutzung des Kita-Navigators. "Seit dem Start des Programms haben bereits 2000 Familien dieses neue Angebot genutzt, ihre Kinder für einen Kita-Platz vormerken zu lassen", erzählt Jülicher.
Eingeführt hatte die Stadt den Kita-Navigator, um die Anmeldungen in den Kindergärten besser koordinieren zu können. Denn viele Eltern meldeten aus Angst, ihr Kind könne keinen Platz bekommen, ihren Nachwuchs gleich doppelt und dreifach an. Auch im Kita-Navigator können mehrere Wunsch-Kindergärten angegeben werden. Wird ein Platz vergeben, macht das System dies für die übrigen Kitas sichtbar. "Wir bekommen dann eine Meldung darüber", erläutert Anneli Breidenbach, Leiterin des Familienzentrums St. Quirin. "Vorher mussten wir den Eltern oft hinterhertelefonieren, ob sie nun einen Platz bei uns möchten oder ihr Kind schon versorgt ist", fügt Breidenbach hinzu. Sie ist mit dem Kita-Navigator zufrieden: "Klar muss man sich da hineinfuchsen, aber dann bringt es auch etwas", sagt sie
.
Mit dieser Erfahrung steht sie nicht alleine: Auch im "bürgerlichen" Reuschenberg sieht Ulrike Müller-Rütz, Leiterin der Kita Lutherstraße, ähnliche Probleme. "Die Eltern müssen an dieses neue Instrument behutsam herangeführt werden", sagt sie. Auch Annette Kramer-Mühlen – sie leitet die Kita Weberstraße 88 – steht dem neuen Instrument skeptisch gegenüber: "Von einem Erfolg würde ich noch nicht sprechen", sagt sie. Das Jugendamt verweist darauf, dass es ratsuchende Eltern unterstützt. "Wir helfen bei den Eingaben und erklären das Programm", sagt Petra Jülicher. Erstmals habe Neuss zudem eine umfassende Datenbank über seine Kita-Angebote: "Für Eltern ist das ein toller Service", sagt Jülicher.
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Neuss
Neuss Büchel-Arkaden sollen wieder belebt werden
Bislang suchte der Eigentümer einen Gesamtmieter für seine Passage. Weil dies nicht gelang, setzt er nun wieder auf Kleinteiligkeit. Von Susanne Genath
"Wir suchen Mieter für etwa 15 bis 20 Geschäfte und haben dies über die Stadt Neuss und die verschiedenen Internetportale auch schon ausgeschrieben", bestätigt Alexandra Singer von der Münchner "F & C Reit Asset Management GmbH", die für die Eigentümerin "Eagle 18 Immobilien-Verwaltungs GmbH" die Arkaden in der Neusser Innenstadt verwaltet. Bislang gibt es dort noch zwei Geschäfte: einen Schuhmacher und einen Spielsalon. "Insbesondere für vorne suchen wir hochwertigere Anbieter aus den Bereichen Bekleidung und Schmuck." Man sei bereits mit einigen Interessenten im Gespräch.
"Wir hatten gehofft, die Arkaden an ein oder zwei Händler vermieten zu können", berichtet die Verwalterin. "Aber keiner sucht im Moment große Ladenlokale." Nun versuche man es mit Flächen von jeweils 140 bis 500 Quadratmetern. "Wir hoffen, damit wieder Leben in die Arkaden zu bringen."
Eine systematische Erfassung von Leerständen in der Innenstadt mache man nicht mehr, berichtet Wirtschaftsförderer Wolters. "Wir setzen darauf, dass Eigentümer und Makler an uns herantreten, wenn sie für leere Ladenlokale Mieter suchen." Dann würden diese auch im städtischen Immobilien-Service erfasst und Interessenten angeboten.
Die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten begrüßten die neue Entwicklung in den Büchel-Arkaden. Damit werde die City wieder attraktiver, sagten sie. Ihrer Meinung nach sollten Wirtschaftsförderung und Neuss Marketing die Entwicklung des Einzelhandels noch stärker im Blick halten.
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Ist der Feber trocken und kalt, wirst im August zerspringen bald.
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Abraham Lincoln
(12. 2. 1809 - 15. 4. 1865)
16. Präsident von 1861 - 1865, proklamierte 1862 die Sklavenbefreiung, im Ford Theatre bei einem Theaterbesuch von J. W. Booth erschossen, seine Amtszeit gilt als eine der bedeutendsten in der Geschichte der USA (USA, 1809 - 1865).
(12. 2. 1809 - 15. 4. 1865)
16. Präsident von 1861 - 1865, proklamierte 1862 die Sklavenbefreiung, im Ford Theatre bei einem Theaterbesuch von J. W. Booth erschossen, seine Amtszeit gilt als eine der bedeutendsten in der Geschichte der USA (USA, 1809 - 1865).
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Nur wer das Herz hat zu helfen, hat das Recht zu kritisieren.
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Wettervorhersage Neuss, Mittwoch, 12.2.2014
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