Samstag, 15. Februar 2014

Grevenbroich Experten-Tipps zum Angrillen im Februar

Christian Trapp aus der Südstadt ist ein leidenschaftlicher Griller. Da trifft es sich gut, dass es heute laut Wetterprognose zwischen 13 und 15 Grad warm werden soll. Ein perfekter Tag, um Besuch einzuladen und die Grillsaison einzuläuten. Von Andreas Buchbauer
 
Mit 13 bis 15 Grad soll es heute für einen Tag im Februar ungewöhnlich mild werden. Christian Trapp zaubert diese Wetterprognose ein Lächeln ins Gesicht. Der 39-Jährige frönt einem Hobby mit besonders großer Leidenschaft: dem Grillen. Mit Freunden hat der Südstädter die "East Western BBQ Society" gegründet, gemeinsam nimmt das Team an Meisterschaften teil. Fünf Wettkämpfe sollen es in diesem Jahr werden, zwei sind schon fest gebucht – darunter die renommierte Grill-Meisterschaft "Bergisch BBQ". Kein Wunder, dass Christian Trapp den milden Februartag heute zum Grillen nutzt. "Es kommen Rippchen auf den Teller", sagt er. Und wer ein Profi am Grill ist, der zelebriert die Zubereitung.
Das perfekte Grillen beginnt bereits am Vortag. "Natürlich ist die Fleischqualität wichtig", sagt Trapp. Er schwört auf den Metzgermeister seiner Wahl. "Ich nehme dort immer die dicksten und schwersten Rippchen, ein Strang hat dann gut 300 Gramm. Da ist dann richtig viel Fleisch dran." Die Rippchen bekommen dann eine Trockenmarinierung mit einer eigens hergestellten Gewürzmischung. Salz, Pfeffer, Chili, Kreuzkümmel sind darin, verfeinert wird sie je nach Geschmack mit weiteren Gewürzen.
Gut gewürzt kommen die Rippchen dann über Nacht in den Kühlschrank. "Der Geschmack zieht dadurch richtig durch. Außerdem macht das Salz das Fleisch schön weich", erklärt Trapp
.
Nach dieser Vorarbeit werden die Rippchen drei Stunden lang im Kugelgrill durchgeräuchert. Im Fachjargon heißt dies "Smoken". Dabei wird die Grillfläche in Drittel-Zonen unterteilt. Unter dem ersten Drittel wird eine schöne Glut entfacht, das Zwischendrittel bleibt frei, ins dritte kommen die Rippchen. Dabei werden sie nicht gelegt, sondern mit einem "Rippchenhalter" gestellt. "Das funktioniert aber auch mit einem Tellerständer von Ikea", sagt Trapp. Wichtig für den Geschmack ist die Auswahl des Holzes. "Ich bevorzuge Hickory – dabei handelt es sich um ein Nussholz – oder nehme Obstholz", verrät Trapp. "So erhält man ein schönes Aroma." Jede halbe Stunde wird Holz auf die Kohle nachgelegt. Der Rauch hält sich perfekt im Kugelgrill.
Danach beginnt Teil zwei: Die Rippchen kommen in mit Apfelsaft und Bier gefüllte Alufolien-Wickel. Darin werden sie zwei Stunden lang auf höherer Temperatur gegart. Dann kommt Teil drei: Die Rippchen werden mit einer eigens erstellten BBQ-Soße eingerieben und eine Stunde lang fertig gegrillt. "3-2-1"-Methode sagen die Grill-Experten dazu. "So schmecken Rippchen wunderbar", sagt Trapp. Als Beilage empfiehlt er einen amerikanischen Weißkohlsalat (Coleslaw).
Quelle: NGZ

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