Montag, 10. September 2012

POL-NE: Mehr Rücksicht auf Schulkinder.

presseportal.de Rhein-Kreis Neuss (ots) - Seit dem Ende der Sommerferien bewegen sich nun wieder viele noch unerfahrene Erstklässler auf unseren Straßen. Bisher wurden sie in den meisten Fällen von einem Erwachsenen zur Schule begleitet und auch wieder abgeholt. Nun nehmen sie zunehmend selbständig am Straßenverkehr teil und werden früher oder später alleine den Schulweg bewältigen müssen. Dies birgt Unfallgefahren. Ca. 10 % der Kinder verunglücken auf dem Gehweg an Ausfahrten und Parkplätzen. Der überwiegende Teil der jungen Verkehrsteilnehmer verunfallt jedoch beim Überqueren der Fahrbahn. Dabei besteht die größte Gefahr, wenn sie zwischen Sichthindernissen hinaus auf die Fahrbahn treten. Die Fähigkeiten der ganz jungen Verkehrsteilnehmer zur Verkehrsteilnahme sind noch nicht so ausgeprägt wie bei einem Erwachsenen:
1.Kinder sind noch nicht in der Lage, Entfernungen und Geschwindigkeiten zuverlässig abzuschätzen. 2.Die Konzentrationsfähigkeit ist begrenzt. 3.Das Gefahrenbewusstsein ist noch nicht ausgeprägt. 4.Kinder lassen sich schnell ablenken. 5.Sie reagieren spontan. 6.Das Richtungshören ist noch nicht ausgebildet. 7.Der Blickwinkel ist eingeschränkt. 8.Bedingt durch ihre Körpergröße ist fast jedes geparkte Fahrzeug ein Sichthindernis.
Bundesweit verunglücken Grundschulkinder zu 34 % als Fußgänger und zu 24 % als Radfahrer. Fast die Hälfte aller Verkehrsunfälle passieren auf dem Schulweg oder Nachmittags zwischen 16.00 und 18.00 Uhr im Wohnbereich. Im Rhein-Kreis Neuss gab es 2010 43 und 2011 35 Verkehrsunfälle auf Schulwegen. Deshalb ruft die Polizei Neuss alle Kraftfahrer zu erhöhter Vorsicht und Rücksichtnahme gegenüber den jungen Verkehrsteilnehmern auf. Runter mit der Geschwindigkeit, denn wer langsam fährt, kann besser auf das Verhalten der ganz Kleinen reagieren und so schlimme Unfälle vermeiden.

Keine Kommentare: