Dienstag, 11. September 2012

POL-NE: Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei vor Betrügern, die im Raum Dormagen mit der so genannten "Enkeltrickmasche" unterwegs sind.

presseportal.de Dormagen (ots) - Am Donnerstag (10.09.) meldeten sich bislang drei besorgte Bürger bei der Polizei, die gegen 11:00 Uhr den Anruf von einer unbekannten Frau erhielten. Diese gab sich den Senioren gegenüber als Enkelin aus und suggerierte ihnen, sich in einer finanziellen Notlage zu befinden. In allen Fällen bat sie um Bargeld für den Kauf einer Eigentumswohnung.
Zwei der Opfer gingen glücklicherweise nicht auf die Forderungen der unbekannten Anruferin ein, wobei das sensible Verhalten eines Bankangestellten in einem Fall eine Geldübergabe verhinderte.
Anschließend informierten die Senioren Verwandte und die Polizei.
In einem der Fälle waren die Trickbetrüger jedoch erfolgreich.
Ein Bote, der sich als Anwaltsgehilfe ausgab, erschien wie verabredet bei einem Senior in Delrath. Aufgrund der Dringlichkeit war die vermeintliche Enkelin "Heidi" nicht in der Lage, selbst das Geld abzuholen.
Der ältere Herr übergab dann gegen 11:30 Uhr auf der Straße des "Von-Sack-Platz" dem Boten ein Kuvert mit einem hohen Bargeldbetrag, worauf der Unbekannte sich über die Hüttenstraße in Richtung St.-Peter-Str davon machte.
Ein späterer Anruf bei seiner Enkelin bestätigte den Verdacht des 84 Jährigen, dass er einem Trickbetrug aufgesessen war.
Der Unbekannte "Abholer" konnte folgendermaßen beschrieben werden:
Etwa 30 bis 35 Jahre alt, 175 bis 180 Zentimeter groß, deutsch sprechend -ohne Akzent-, schlanke Statur, 3-Tage Bart, bekleidet mit dunkler Hose und dunkler Jacke.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bislang liegen keine Hinweise zur Identität der Betrüger vor.
Erfahrungsgemäß halten sich Gruppen dieser Betrüger für einen längeren Zeitraum in einem bestimmten Gebiet auf. Daher ist nicht auszuschließen, dass es in den nächsten Tagen zu weiteren Betrugsversuchen kommt. Bei Anrufen dieser Art handelt es sich um den sogenannten Enkeltrick bei dem die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft älterer Menschen ausgenutzt wird. Im schlimmsten Fall händigen die Opfer Geld in der Annahme aus, dass sich ein Verwandter in einer finanziellen Notlage befindet. Tatsächlich handelt es sich bei dem Anrufer weder um einen Verwandten oder alten Bekannten, noch liegt eine finanzielle Notlage vor. Die Polizei rät daher, niemals Geld an fremde Personen auszuhändigen und sich sofort bei der Verwandtschaft nach der Richtigkeit des Anrufes zu erkundigen. Derartige Vorkommnisse sollten unverzüglich der Polizei gemeldet werden. Angehörige von älteren Menschen, die alleine in ihren Wohnungen leben, sollten Seniorinnen und Senioren über die Masche der Betrüger aufklären.
Personen, die ebenfalls verdächtige Anrufe dieser Art erhielten und sich bislang nicht an die Polizei gewandt haben, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 02131 3000 in Verbindung zu setzen

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