Als Marke
versteht sich das Gymnasium. Schulleiter Uwe Roscheck war es wichtig,
ein Logo für Werbezwecke zu haben. Es ist nun fertig.
Von Ruth Wiedner
Es klingt fast wie eine Liebeserklärung: "Das habe
ich gerne für meine alte Schule gemacht. Für mein Gyko." Caroline Grohs
strahlt. Die 21-Jährige hält ein schlichtes, zeitloses, aber auch ebenso
ausdrucksstarkes Logo in der Hand. Eine gelungene Kombination aus vier
Großbuchstaben und einem abgespeckten Stadtwappen. "GYKO" steht für
Gymnasium Korschenbroich. Und wer an der Don-Bosco-Straße zur Schule
geht oder dort in der Vergangenheit sein Abi gebaut hat, der spricht
"immer nur vom Gyko". "Das musste ich einfach aufgreifen", sagt Caroline
Grohs.
Die junge Korschenbroicherin lebt seit zwei Jahren in
Düsseldorf, hat nach dem Abitur 2009 in der Landeshauptstadt und in
Hamburg studiert. Seit März 2013 arbeitet sie als selbstständige
Diplom-Kommunikations-Designerin mit dem Ziel einer Festanstellung bei
einer Werbeagentur: Caroline Grohs versteht ihr Metier. Als
Berufsanfängerin bewarb sie sich bei einem internationalen Wettbewerb,
setzte sich gegen die Konkurrenz aus mehr als 40 Ländern durch und wurde
als Lohn für ihr gelungenes Konzept – ein Erscheinungsbild für ein
fiktives Theater – im Herbst 2013 mit dem begehrten reddot-Design-Award
ausgezeichnet. "Es ist schon toll, dass wir eine ehemalige Schülerin für
unser Anliegen gewinnen konnten, die sich zuvor auch schon als
Preisträgerin durchgesetzt hat", stellte ein zufriedener Uwe Roscheck
gestern im Rathaus fest.
Dabei war alles anders geplant. Als Uwe Roscheck im
Februar 2012 am Gyko die Nachfolge von Dr. Beatrice Schmitz antrat,
wurde immer wieder aus Eltern- und auch Schülerkreisen der Wunsch nach
einem eigenen Logo an ihn herangetragen. Im zweiten Dienstjahr lobte er
einen schulinternen Wettbewerb aus. Aus 22 Einsendungen wählten die
zuständigen Gremien drei Vorschläge aus, die zu einem verschmolzen
werden sollten. In diesem Stadium traf Roscheck zufällig auf Carolins
Mutter – auf die Korschenbroicher Designerin Jaquline Grohs. Sie nahm
die Schüler-Ideen zunächst entgegen, um sie dann an ihre Tochter
weiterzugeben. "Das gelungene Ergebnis sehen wir heute", lobt auch
Bürgermeister Heinz Josef Dick das Resultat. Er freut sich, dass die
Stadt als Schulträger nun über ein multifunktional einsetzbares Signet
verfügt. "Es ist variabel nutzbar, sowohl vom Schriftzug als auch von
der Farbgebung."
Es soll künftig nicht nur den Briefkopf der Schule,
die Visitenkarten des Kollegiums und kleine Gastgeschenke zieren, das
Logo soll auch Strahlkraft haben. "Wir stehen zu unserer Schule und zu
Korschenbroich", spannt Roscheck den Bogen zur Stadt als Schulträger. Er
ist gespannt, wie das Logo heute bei der Präsentation gefällt. Zur
"Marke Gyko" gehört auch eine gelungene Homepage. Das ist die nächste
Hürde, die der Schulleiter mit seinem Kollegium nehmen möchte.