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Neuss (ots) - Am Samstag, den 15.03.2014, gegen 22:45 Uhr, rückten
Feuerwehr und Polizei zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus
auf der Dreikönigenstraße aus. Aus noch unbekannten Gründen war ein
Feuer in der Dachgeschosswohnung ausgebrochen. Alle Hausbewohner konnten
das Haus verlassen. Zwei Bewohner der betroffenen Wohnung erlitten eine
leichte Rauchgasvergiftung und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus
gebracht. Der entstandene Schaden in der Wohnung ist erheblich.
Ermittlungen zur Klärung der Brandursache wurden eingeleitet.(pi)
Sonntag, 16. März 2014
POL-NE: Wohnungsbrand
POL-NE: Raub auf Supermarkt
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Meerbusch (ots) - Am Samstag, den 15.03.2014, kurz vor 22:00 Uhr, betraten zwei maskierte Männer einen Supermarkt auf der Rudolf-Diesel-Straße. Die Täter verlangten unter Vorhalt eines Messers Bargeld von der Kassiererin. Mit dem Bargeld aus der Kasse flüchteten die Täter in unbekannte Richtung. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen erfolglos. Verletzt wurde niemand.
Die akzentfrei deutsch sprechenden Täter werden wie folgt beschrieben: beide ca. 18-20 Jahre alt, schmale Statur, einer 180cm, einer 165cm groß, mit Sturmhaube über den Gesichtern. Ein Täter trug ein dunkelgraues Kapuzenshirt und eine hellgraue Jogginghose, der andere Täter trug ein hellgraues Kapuzenshirt und eine schwarze Jogginghose, einer auffällige, rote Sportschuhe.
Hinweis bitte an die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 02131 / 3000. (pi)
Meerbusch (ots) - Am Samstag, den 15.03.2014, kurz vor 22:00 Uhr, betraten zwei maskierte Männer einen Supermarkt auf der Rudolf-Diesel-Straße. Die Täter verlangten unter Vorhalt eines Messers Bargeld von der Kassiererin. Mit dem Bargeld aus der Kasse flüchteten die Täter in unbekannte Richtung. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen erfolglos. Verletzt wurde niemand.
Die akzentfrei deutsch sprechenden Täter werden wie folgt beschrieben: beide ca. 18-20 Jahre alt, schmale Statur, einer 180cm, einer 165cm groß, mit Sturmhaube über den Gesichtern. Ein Täter trug ein dunkelgraues Kapuzenshirt und eine hellgraue Jogginghose, der andere Täter trug ein hellgraues Kapuzenshirt und eine schwarze Jogginghose, einer auffällige, rote Sportschuhe.
Hinweis bitte an die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 02131 / 3000. (pi)
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Meerbusch
POL-NE: Brand einer Lagerhalle
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Neuss (ots) - Am Samstag, 15.03.2014, gegen 08:45 Uhr, wurde die Polizei
Neuss zu einem Brand im Neusser Hafen gerufen. Vor Ort wurde
festgestellt, dass das Dach einer Abrisshalle in voller Ausdehnung
brannte. Nach erfolgreicher Brandbekämpfung durch die Feuerwehr wurde
der Brandort beschlagnahmt. Möglicherweise stehen durchgeführte
Schweißarbeiten in der Abrisshalle in Zusammenhang mit der
Brandauslösung. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur
Brandursache aufgenommen, Personen wurden nicht verletzt. Es entstand
nicht unerheblicher Gebäudeschaden. (Ro.)
POL-NE: Volltrunkenen aus dem Verkehr gezogen
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Neuss (ots) - Am Samstag, 15.03.2014, gegen 07:00 Uhr, erreichte die
Polizei Neuss der Hinweis eines aufmerksamen Neusser Bürgers, der einen
augenscheinlich alkoholisierten Autofahrer auf der Düsseldorfer
beobachtete. Bei Eintreffen der Polizei versuchte besagter
Fahrzeugführer gerade, sein Fahrzeug aus einer Parklücke in den
fließenden Verkehr zu Rangieren. Ein Alkoholvortest ergab einen
erheblichen Promillewert. Der 53-jährige wurde zur Polizeiwache Neuss
verbracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Einen Führerschein
konnten die Beamten nicht sicherstellen, da der Mann gar nicht im Besitz
einer gültigen Fahrerlaubnis war. (Ro.)
POL-NE: Raub auf Lebensmittelmarkt
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Meerbusch (ots) - Am Samstag, den 15.03.2014, gegen 21:52 Uhr, betraten
zwei männliche Personen einen Supermarkt in Meerbusch-Osterath,
Rudolf-Diesel Straße. Beide Personen trugen Gesichtsmasken. In der
Gemüseabteilung forderten sie eine Marktmitarbeiterin und ihren Kollegen
zur Herausgabe von Geld auf. Dabei bedrohten sie die Angestellte mit
einem Messer. Sie erbeuteten einen Betrag in bisher noch unbekannter
Höhe und flüchteten zu Fuß in Richtung Ortsmitte Osterath. Die
Tatverdächtigen werden beschrieben als männlich, 18-20 Jahre alt, von
schmaler Statur und 165 cm bzw. 180 cm groß. Beide trugen graue
Kapuzenshirts und graue bzw. schwarze Jogginghosen. Ein Täter trug rote
Turnschuhe. Eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen bisher ohne
Erfolg. Die Kriminalpolizei sucht nun Zeugen für die Tat; insbesondere
Kunden des Marktes die zur fraglichen Zeit ebenfalls Einkäufe erledigten
oder im Umfeld Personen beobachtet haben, die sich auffällig verhalten
haben. Hinweise werden unter der Telefonummer 02131/3000 entgegen
genommen. (Ro.)
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Meerbusch
Dormagen Zuckerfabrik: Stadt und Investor einig
Das
Fachmarktzentrum an der Europastraße rückt seiner Verwirklichung ein
großes Stück näher. Der städtische Planungsausschuss entscheidet über
den Kompromiss. Ein Baubeginn im April 2015 scheint möglich.
Von Klaus D. Schumilas
Vielleicht wird Projektentwickler Redos nach den
Sitzungen des Planungsausschusses am 25. März und des Stadtrates am 10.
April umgehend tätig. Er könnte dann auf dem Bauschild auf dem Gelände
der ehemaligen Zuckerfabrik eine kleine, aber wesentliche Veränderung
vornehmen und den dortigen Hinweis auf den "voraussichtlichen Baubeginn
Anfang 2012" in 2015 verändern. Denn dieses Zeitfenster erscheint nun
realistisch, nachdem sich die Stadt und die Vertreter von Redos nach
jahrelangem zähen Ringen auf eine Planung für das Fachmarktzentrum
geeinigt haben.
"Nach intensiven Gesprächen haben wir uns mit dem Investor auf ein Grundkonzept geeinigt und stehen jetzt kurz vor dem Durchbruch", sagt Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann. Die aktuellen Planungen sehen auf dem ehemaligen Zuckerfabrikgelände einen Lebensmittel-Vollsortimenter (Edeka oder Rewe) mit kleineren Shops im Eingangsbereich, den Mediamarkt und einen Bau- und Gartenmarkt (Toom) vor. Hinzu kommen ein Zoo-Fachmarkt und ein Getränkemarkt. "Die Gesamtverkaufsfläche liegt bei 16 300 Quadratmetern und entspricht damit dem Umfang, der nach dem jüngsten Gutachten als verträglich für den übrigen Dormagener Einzelhandel festgestellt wurde", erläutert Gregor Nachtwey, Leiter der Stadtplanung. Die Planungen wurden damit deutlich abgespeckt. In westlicher Richtung soll sich an das Fachmarktzentrum ein Gewerbegebiet mit Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben sowie einer Tankstelle, einer Autowaschstraße und einem Gastronomiebetrieb anschließen. "Damit schaffen wir die Voraussetzung für zusätzliche Arbeitsplätze in unserer Stadt", so Hoffmann. Über einen neuen Kreisverkehr an der Europastraße kann das Gesamtareal erschlossen werden. Die Zufahrt zu den Parkplätzen ist rund 100 Meter westlich der Frankenstraße vorgesehen. Für Fußgänger soll die Verbindung zur Kölner Straße über zwei herkömmliche Fußgängerüberwege sichergestellt werden, "die wir aber möglichst komfortabel für die Fußgänger gestalten wollen".
Die Hängepartie soll damit ein Ende haben. Jahrelang stritten beide Seiten über die Größe und Ausgestaltung des Fachmarktzentrums. "Redos hat wohl nicht mit meiner Hartnäckigkeit gerechnet", sagt Hoffmann. "Wir waren sperrig, weil das Ergebnis nicht zu Gunsten der Stadt gewesen wäre." Die "Entwicklung der kleinen Schritte" führte nun zum Kompromiss, über den die Politik befinden muss.
Wann können die ersten Bagger anrücken? "Das wird im
wesentlichen von den Gutachten abhängen, die in diesem Zusammenhang in
Auftrag gegeben werden müssen", sagt Hoffmann. Das betrifft vor allem
das Gutachten zur Seveso II-Richtlinie, in dem es unter anderem um den
Sicherheitsabstand zum Chempark gehen wird. Die Verwaltung und der
Investor Redos haben sich dabei auf eine anteilige Kostenübernahme
geeinigt.
Die weiteren Planungen berühren auch den Supermarkt in der Rathaus-Galerie. Rewe und Edeka wollen beide Standorte belegen. Klar ist: So lange sich Redos nicht für einen Betreiber des Supermarktes im Fachmarktzentrum entscheidet, wird es keine Neubelegung der Fläche in der Galerie geben. "Das kann noch Wochen dauern", sagt Hoffmann.
"Nach intensiven Gesprächen haben wir uns mit dem Investor auf ein Grundkonzept geeinigt und stehen jetzt kurz vor dem Durchbruch", sagt Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann. Die aktuellen Planungen sehen auf dem ehemaligen Zuckerfabrikgelände einen Lebensmittel-Vollsortimenter (Edeka oder Rewe) mit kleineren Shops im Eingangsbereich, den Mediamarkt und einen Bau- und Gartenmarkt (Toom) vor. Hinzu kommen ein Zoo-Fachmarkt und ein Getränkemarkt. "Die Gesamtverkaufsfläche liegt bei 16 300 Quadratmetern und entspricht damit dem Umfang, der nach dem jüngsten Gutachten als verträglich für den übrigen Dormagener Einzelhandel festgestellt wurde", erläutert Gregor Nachtwey, Leiter der Stadtplanung. Die Planungen wurden damit deutlich abgespeckt. In westlicher Richtung soll sich an das Fachmarktzentrum ein Gewerbegebiet mit Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben sowie einer Tankstelle, einer Autowaschstraße und einem Gastronomiebetrieb anschließen. "Damit schaffen wir die Voraussetzung für zusätzliche Arbeitsplätze in unserer Stadt", so Hoffmann. Über einen neuen Kreisverkehr an der Europastraße kann das Gesamtareal erschlossen werden. Die Zufahrt zu den Parkplätzen ist rund 100 Meter westlich der Frankenstraße vorgesehen. Für Fußgänger soll die Verbindung zur Kölner Straße über zwei herkömmliche Fußgängerüberwege sichergestellt werden, "die wir aber möglichst komfortabel für die Fußgänger gestalten wollen".
Die Hängepartie soll damit ein Ende haben. Jahrelang stritten beide Seiten über die Größe und Ausgestaltung des Fachmarktzentrums. "Redos hat wohl nicht mit meiner Hartnäckigkeit gerechnet", sagt Hoffmann. "Wir waren sperrig, weil das Ergebnis nicht zu Gunsten der Stadt gewesen wäre." Die "Entwicklung der kleinen Schritte" führte nun zum Kompromiss, über den die Politik befinden muss.
Die weiteren Planungen berühren auch den Supermarkt in der Rathaus-Galerie. Rewe und Edeka wollen beide Standorte belegen. Klar ist: So lange sich Redos nicht für einen Betreiber des Supermarktes im Fachmarktzentrum entscheidet, wird es keine Neubelegung der Fläche in der Galerie geben. "Das kann noch Wochen dauern", sagt Hoffmann.
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Dormagen
Grevenbroich 1 Ärger um die Fronleichnamsprozession
Erstmals
plant der Seelsorgebereich Niedererft eine zentrale Prozession. Doch es
gibt heftige Kritik: Hemmerdener Sebastianer fühlen sich zu spät
informiert und nicht eingebunden – morgen entscheiden sie über ihr
weiteres Vorgehen.
Von Carsten Sommerfeld
Es ist eine Premiere: Am 19. Juni sollen Gläubige aus
allen Pfarren im Seelsorgebereich Niedererft gemeinsam durch
Wevelinghoven ziehen. Im Pfarrverband wird es zu Fronleichnam eine
zentrale Prozession geben – anstelle der gewohnten vier in Kapellen,
Hemmerden, Wevelinghoven und Neukirchen/Hülchrath. "Wir haben fünf
Pfarren mit einem Eigenleben, aber wir wollen auch weiter
zusammenwachsen", begründet Heinz-Theo Lorenz, der leitende Pfarrer im
Seelsorgebereich. Diakon André Kleinen spricht von einem "richtigen
Fest" und sagt: "Es macht Mut, in einer so großen Gemeinschaft seinen
Glauben zu bekennen." Und Doris Leusch vom Pfarrgemeinderat freut sich,
"dass Messdiener aus allen Pfarren" einen Teppich aus Blumen und
gefärbten Sägespänen legen wollen. "Das wird ein tolles Bild." Vor der
Fronleichnamsprozession ist ein Gottesdienst auf dem Marktplatz geplant.
Doch neben der Freude gibt's auch Verärgerung – bei der St.-Sebastianus-Bruderschaft Hemmerden. Der Ärger ist so groß, dass sich die Schützen morgen zu einer außerordentlichen Versammlung treffen – sogar eine eigene Veranstaltung am 19. Juni ist im Gespräch. "Als Pfarrer Lorenz in der Generalversammlung das Vorhaben vorstellte, gab es große Empörung bei Mitgliedern", berichtet Brudermeister Michael Köchner. "Kritisiert wird, dass die Schützenbruderschaft zu spät informiert und in die Planung nicht eingebunden worden sei. Mitglieder haben Angst, dass bei uns eine lebendige Tradition zerstört wird, die nicht wieder neu gegründet werden kann", sagt Köchner. "Bei der Prozession im Ort gehen rund 150 Menschen mit." Die Bruderschaft ist wesentlicher Bestandteil, Schützen tragen etwa den Baldachin und gestalten einen Altar.
Pfarrer Lorenz erklärt dagegen: "Wir möchten überlebensfähige Traditionen erhalten und nicht zerstören, aber wir sollten auch zu Neuem aufbrechen." Die zentrale Prozession sei erst einmal nur für dieses Jahr vorgesehen. "Wir wollen Erfahrungen sammeln." Eine Überlegung sei, "alle zwei Jahre gemeinsam in wechselnden Stadtteilen zu ziehen, im jeweils anderen Jahr finden die Prozessionen in den einzelnen Orten statt". Zum Vorwurf der späten Information meint Lorenz: "Zunächst hatte der alte Pfarrgemeinderat die zentrale Prozession beschlossen, nach der Wahl sollte auch der neue einen Beschluss fallen", der sei einstimmig gewesen.
Pfarrgemeinderatsmitglied Theo Lys weist darauf hin, "dass die Hülchrather und Neukirchener seit vielen Jahren gemeinsam ziehen". Ein Vorbild kann auch der Seelsorgebereich Elsbach/Erft sein. Dort gibt es seit mehreren Jahren eine zentrale Prozession. Morgen ab 11 Uhr wollen die Hemmerdener Sebastianer in der Gaststätte "Zum Burggrafen" über ihr Vorgehen entscheiden. Drei Alternativen nennt Köchner: "Entweder die Bruderschaft zieht in Wevelinghoven mit, oder den einzelnen Schützen ist die Teilnahme freigestellt, oder wir machen eine eigene Veranstaltung" – eine Fronleichnamsprozession könne dies ohne Pfarrer aber nicht sein.
Doch neben der Freude gibt's auch Verärgerung – bei der St.-Sebastianus-Bruderschaft Hemmerden. Der Ärger ist so groß, dass sich die Schützen morgen zu einer außerordentlichen Versammlung treffen – sogar eine eigene Veranstaltung am 19. Juni ist im Gespräch. "Als Pfarrer Lorenz in der Generalversammlung das Vorhaben vorstellte, gab es große Empörung bei Mitgliedern", berichtet Brudermeister Michael Köchner. "Kritisiert wird, dass die Schützenbruderschaft zu spät informiert und in die Planung nicht eingebunden worden sei. Mitglieder haben Angst, dass bei uns eine lebendige Tradition zerstört wird, die nicht wieder neu gegründet werden kann", sagt Köchner. "Bei der Prozession im Ort gehen rund 150 Menschen mit." Die Bruderschaft ist wesentlicher Bestandteil, Schützen tragen etwa den Baldachin und gestalten einen Altar.
Pfarrer Lorenz erklärt dagegen: "Wir möchten überlebensfähige Traditionen erhalten und nicht zerstören, aber wir sollten auch zu Neuem aufbrechen." Die zentrale Prozession sei erst einmal nur für dieses Jahr vorgesehen. "Wir wollen Erfahrungen sammeln." Eine Überlegung sei, "alle zwei Jahre gemeinsam in wechselnden Stadtteilen zu ziehen, im jeweils anderen Jahr finden die Prozessionen in den einzelnen Orten statt". Zum Vorwurf der späten Information meint Lorenz: "Zunächst hatte der alte Pfarrgemeinderat die zentrale Prozession beschlossen, nach der Wahl sollte auch der neue einen Beschluss fallen", der sei einstimmig gewesen.
Pfarrgemeinderatsmitglied Theo Lys weist darauf hin, "dass die Hülchrather und Neukirchener seit vielen Jahren gemeinsam ziehen". Ein Vorbild kann auch der Seelsorgebereich Elsbach/Erft sein. Dort gibt es seit mehreren Jahren eine zentrale Prozession. Morgen ab 11 Uhr wollen die Hemmerdener Sebastianer in der Gaststätte "Zum Burggrafen" über ihr Vorgehen entscheiden. Drei Alternativen nennt Köchner: "Entweder die Bruderschaft zieht in Wevelinghoven mit, oder den einzelnen Schützen ist die Teilnahme freigestellt, oder wir machen eine eigene Veranstaltung" – eine Fronleichnamsprozession könne dies ohne Pfarrer aber nicht sein.
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Grevenbroich
Grevenbroich Schützen-Hilfe fürs "Public Viewing" in den Zelten
Brauchtumsfreunde haben eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Antrag beim Weltfußballverband Fifa erstellt.
Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien fällt
ausgerechnet in die Schützenfest-Saison. Nicht wenige Vereine wollen
daher die Spiele in ihren Feszelten übertragen, um keinen
Publikumsverlust hinnehmen zu müssen. Doch mit welchen Kosten ist das
verbunden? Diese Frage stand jetzt im Zentrum eines "Gipfeltreffens" von
Schützen aus Grevenbroich, Dormagen, Rommerskirchen, Jüchen und Teilen
von Neuss.
Ferdi Korte von der Grevenbroicher Präsidentenrunde, der zu den Initiatoren dieser einmal im Jahr stattfindenden Versammlung zählt, hat sich mit seinem Dormagener Kollegen Michael Petry bei der Fifa, dem Weltfußballverband, schlau gemacht: "Eingetragene Vereine, die in den Festzelten keine Getränke auf eigene Rechnung verkaufen, sind von einer Gebühr befreit", sagt er: "Sie können die Spiele ohne weiteres übertragen."
Eine gute Nachricht für die Brauchtumsfreunde – doch: "Es gibt ein Problem", meint Ferdi Korte: "Die geplanten Live-Übertragungen müssen auf der Internet-Seite der Fifa auf jeden Fall beantragt werden. Und das ist eine hoch komplizierte Angelegenheit." Korte und Petry haben bereits die Probe aufs Exempel gemacht und sich durch die virtuellen Unterlagen gewühlt, davon sollen auch andere Vereine profitieren. "Wir haben eine Schritt-für-Schritt-Dokumentation erstellt, die wir bei Interesse gerne per E-Mail zustellen werden", betont der Neurather. Alleine in Grevenbroich fallen fünf Schützenfeste in die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft.
Ein weiteres Thema, das beim "Gipfeltreffen" behandelt wurde, waren die Gema-Gebühren. Der Vorschlag, eine Interessengemeinschaft der Vereine aus dem Rhein-Kreis zu gründen, traf dort auf rege Zustimmung. "Über eine solche Vereinigung sind Gema-Rabatte bis zu 35 Prozent drin", erklärt Korte: "Damit käme die Interessengemeinschaft in den Genuss von Vergünstigungen, die große Verbände wie der Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften oder der Sauerländer Schützenbund schon heute erhalten."
Zurzeit haben sich 22 Vereine für diese Gemeinschaft
interessiert, etwa 35 werden gebraucht, damit der Gema-Spareffekt
gelingt. "Wir werden weiterhin für unser Vorhaben werben, nicht nur bei
den Schützen, sondern auch bei anderen Vereinen, die sich uns
anschließen wollen", sagt Korte.
Wer sich in Sachen Fifa und Gema informieren möchte, kann ab sofort eine E-Mail an "ferdi.korte@sql-daten.de" senden.
Ferdi Korte von der Grevenbroicher Präsidentenrunde, der zu den Initiatoren dieser einmal im Jahr stattfindenden Versammlung zählt, hat sich mit seinem Dormagener Kollegen Michael Petry bei der Fifa, dem Weltfußballverband, schlau gemacht: "Eingetragene Vereine, die in den Festzelten keine Getränke auf eigene Rechnung verkaufen, sind von einer Gebühr befreit", sagt er: "Sie können die Spiele ohne weiteres übertragen."
Eine gute Nachricht für die Brauchtumsfreunde – doch: "Es gibt ein Problem", meint Ferdi Korte: "Die geplanten Live-Übertragungen müssen auf der Internet-Seite der Fifa auf jeden Fall beantragt werden. Und das ist eine hoch komplizierte Angelegenheit." Korte und Petry haben bereits die Probe aufs Exempel gemacht und sich durch die virtuellen Unterlagen gewühlt, davon sollen auch andere Vereine profitieren. "Wir haben eine Schritt-für-Schritt-Dokumentation erstellt, die wir bei Interesse gerne per E-Mail zustellen werden", betont der Neurather. Alleine in Grevenbroich fallen fünf Schützenfeste in die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft.
Ein weiteres Thema, das beim "Gipfeltreffen" behandelt wurde, waren die Gema-Gebühren. Der Vorschlag, eine Interessengemeinschaft der Vereine aus dem Rhein-Kreis zu gründen, traf dort auf rege Zustimmung. "Über eine solche Vereinigung sind Gema-Rabatte bis zu 35 Prozent drin", erklärt Korte: "Damit käme die Interessengemeinschaft in den Genuss von Vergünstigungen, die große Verbände wie der Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften oder der Sauerländer Schützenbund schon heute erhalten."
Wer sich in Sachen Fifa und Gema informieren möchte, kann ab sofort eine E-Mail an "ferdi.korte@sql-daten.de" senden.
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Grevenbroich
Bauernregel des Tages:
Säest du im März zu früh, ist es oft vergeb'ne Müh'!
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Bauernregel
Geburtstag hat heute:
Sully Prudhomme
(16. 3. 1839 - 7. 9. 1907)
Jurist, wurde 1901 als erster Schriftsteller mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, "Le Vase brisé", "Les vaines tendresses", "Journal intime" (Frankreich, 1839 - 1907).
(16. 3. 1839 - 7. 9. 1907)
Jurist, wurde 1901 als erster Schriftsteller mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, "Le Vase brisé", "Les vaines tendresses", "Journal intime" (Frankreich, 1839 - 1907).
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Geburtstag
Zitat des Tages
Man muß auf seinen eigenen Wert stolz sein und den der anderen achten können.
Sully Prudhomme
Sully Prudhomme
Wettervorhersage Neuss, Sonntag, 16.3.2014
| Zeit | Wetter | Temperatur | Wind | |||||||||
| 09:00 10:00 11:00 | 10 °C |
|
| |||||||||
| 12:00 13:00 14:00 | 13 °C |
|
| |||||||||
| 15:00 16:00 17:00 | 14 °C |
|
| |||||||||
| 18:00 19:00 20:00 | 14 °C |
|
| |||||||||
| 21:00 22:00 23:00 | 10 °C |
|
| |||||||||
| 00:00 01:00 02:00 | 8 °C |
|
| |||||||||
| 03:00 04:00 05:00 | 8 °C |
|
| |||||||||
| 06:00 07:00 08:00 | 7 °C |
|
| |||||||||
Labels:
Wetter Rhein-Kreis Neuss
Samstag, 15. März 2014
Jüchen Schadstoffe unter Straße in Wohngebiet entdeckt
Unter dem
Straßenpflaster an der Adam-Ries-Straße wurden erhöhte Schwermetallwerte
gemessen. Eine akute Gefahr bestehe jedoch nicht.
Von Andreas Buchbauer
An der Adam-Ries-Straße im Neubaugebiet "Auenfeld" ist
mit Schadstoffen belastetes Bettungsmaterial für das Straßenpflaster
verwendet worden. Ein entsprechendes Gutachten, das die Gemeinde in
Abstimmung mit dem Rhein-Kreis Neuss als Untere Umweltbehörde in Auftrag
gegeben hat, bestätigte erhöhte Schwermetallwerte. Das teilte
Bürgermeister Harald Zillikens gestern mit. Am Vorabend hatte er die
Ratsmitglieder über die Schadstoffbelastung aufgeklärt, alle Anwohner
wurden zudem schriftlich informiert. "Es besteht keine akute
Gesundheitsgefahr, da das belastete Material versiegelt ist", betonte
Zillikens. "Damit dies so bleibt, haben wir bis auf weiteres ein
Aufbruchverbot für den betroffenen Bereich verhängt."
Die Analysen des beauftragten Diplom-Geologen Ulrich Lieser haben ergeben, dass in allen Proben deutliche Belastungen mit Blei, Kupfer, Molybdän, Zink und Zinn gemessen wurden. "In einzelnen Proben treten auch Belastungen mit Arsen, Cadmium, Chrom und Antimon auf", sagt Lieser. Bei dem eingebauten Material handele es sich eindeutig nicht um das vertraglich vereinbarte Basaltsplitt-Gemisch. Auch in Nachbarstraßen wurden Proben entnommen, die Werte dort seien in Ordnung. An der Adam-Ries-Straße nahm Ulrich Lieser gestern weitere Proben. "Die Ergebnisse liegen hoffentlich bis Ende nächster Woche vor", sagt Zillikens. "Wir würden sie gerne auf unserer Bürger-Informationsversammlung mitteilen." Diese hat die Gemeinde für Freitag, 21. März, anberaumt. Beginn ist um 18 Uhr im Forum der Realschule an der Stadionstraße.
Zudem hat die Gemeinde mit "Kapellmann & Partner" ein auf Baurecht spezialisiertes Anwaltsbüro mit der Vertretung ihrer Interessen gegenüber dem Projektentwickler des Baugebiets eingeschaltet. Dieser hatte die Tiefbaufirma, die das mit Schadstoffen belastete Material einbaute, beauftragt.
Den Namen der Tiefbaufirma nennt die Gemeinde Jüchen
auf Anraten der Anwälte nicht. Es handele sich laut Zillikens jedoch
nicht um jenes Bauunternehmen, das wegen erhöhter Schwermetallwerte im
Bettungsmaterial des Neubaugebiets in Grevenbroich-Kapellen auffällig
wurde, die Anschuldigungen jedoch von Anfang an abstritt. Norbert
Clever, Leiter des Amtes für Umweltschutz im Rhein-Kreis Neuss, betonte
zudem, dass die an der Adam-Ries-Straße entnommenen Proben eine deutlich
geringere Belastung als die seinerzeit in Kapellen entnommenen
aufweisen.
Auf Sicht soll das Bettungsmaterial an der Adam-Ries-Straße ausgetauscht werden. "Das Material gehört da nicht rein. Auch wenn keine akute Gefahr besteht, die sofortiges Handeln erforderlich machen würde, gilt: Es muss da raus", betont Norbert Clever. Zeitgleich mit dem Feststellen der Schadstoffbelastung in Jüchen wurden auch Fälle aus Mönchengladbach bekannt. Beide Kommunen hatten den Hinweis auf eine mögliche Schadstoffbelastung vom Landeskriminalamt in Düsseldorf bekommen, das Transportwege des Materials nachverfolgte.
Die Analysen des beauftragten Diplom-Geologen Ulrich Lieser haben ergeben, dass in allen Proben deutliche Belastungen mit Blei, Kupfer, Molybdän, Zink und Zinn gemessen wurden. "In einzelnen Proben treten auch Belastungen mit Arsen, Cadmium, Chrom und Antimon auf", sagt Lieser. Bei dem eingebauten Material handele es sich eindeutig nicht um das vertraglich vereinbarte Basaltsplitt-Gemisch. Auch in Nachbarstraßen wurden Proben entnommen, die Werte dort seien in Ordnung. An der Adam-Ries-Straße nahm Ulrich Lieser gestern weitere Proben. "Die Ergebnisse liegen hoffentlich bis Ende nächster Woche vor", sagt Zillikens. "Wir würden sie gerne auf unserer Bürger-Informationsversammlung mitteilen." Diese hat die Gemeinde für Freitag, 21. März, anberaumt. Beginn ist um 18 Uhr im Forum der Realschule an der Stadionstraße.
Zudem hat die Gemeinde mit "Kapellmann & Partner" ein auf Baurecht spezialisiertes Anwaltsbüro mit der Vertretung ihrer Interessen gegenüber dem Projektentwickler des Baugebiets eingeschaltet. Dieser hatte die Tiefbaufirma, die das mit Schadstoffen belastete Material einbaute, beauftragt.
Auf Sicht soll das Bettungsmaterial an der Adam-Ries-Straße ausgetauscht werden. "Das Material gehört da nicht rein. Auch wenn keine akute Gefahr besteht, die sofortiges Handeln erforderlich machen würde, gilt: Es muss da raus", betont Norbert Clever. Zeitgleich mit dem Feststellen der Schadstoffbelastung in Jüchen wurden auch Fälle aus Mönchengladbach bekannt. Beide Kommunen hatten den Hinweis auf eine mögliche Schadstoffbelastung vom Landeskriminalamt in Düsseldorf bekommen, das Transportwege des Materials nachverfolgte.
Jüchen Neue Hoffnung auf Sanierung der maroden Bahnhöfe
Nach jüngsten Gesprächen zwischen Gemeinde, Bahn und VRR wurde die Rückzahlung von Fördermitteln vertagt.
Von Christian Kandzorra
Die Zeit an den Bahnhöfen in Jüchen und Hochneukirch
scheint vor Jahren stehengeblieben zu sein: Von Barrierefreiheit können
Rollstuhlfahrer nur träumen, die Wände sind mit Graffiti übersät – und
von Sauberkeit ist keine Spur. Bis zur Sitzung des Gemeinderats am
Donnerstagabend sah die Situation im Hinblick auf Modernisierungen
aussichtslos aus. Doch der vom Bau- und Verkehrsausschuss gefasste
Beschluss, die Fördermittel für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs
in Hochneukirch an den Zuwendungsgeber, den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
(VRR), zurückzuzahlen, wurde im Einvernehmen aller anwesenden
Ratsmitglieder kurzerhand von der Tagesordnung gestrichen. Denn es
scheint jetzt einen Hoffnungsschimmer zu geben.
Laut Bürgermeister Harald Zillikens habe die Verwaltung in den vergangenen Wochen den Schriftverkehr mit Bahn und VRR erneut aufgenommen und das finanzielle Problem der Gemeinde Jüchen geschildert: "Wir stehen weiter in Kontakt mit Bahn und VRR und haben den Eindruck, dass unser Problem nicht auf taube Ohren stößt und sich eventuell doch bald etwas tun könnte", begründete Harald Zillikens den formellen Rückzug des Beschlusses zur Rückzahlung der VRR-Fördermittel aus dem Gemeinderat. "Aufgeschoben heißt jedoch nicht aufgehoben", sagte Zillikens.
Die Gemeinde wolle jetzt weiter verhandeln und mit der Rückzahlung samt Zinsen bis ins dritte Jahresquartal warten. "Aus unserer Sicht besteht weiterhin die Hoffnung, dass bis dahin Einigungen mit dem Verkehrsverbund und der Bahn erzielt werden können. Ist das nicht der Fall, wird das Thema ,Rückzahlung' erneut im Gemeinderat auftauchen", so Zillikens.
In den Fokus der Verwaltung rückt nach Aussagen des
Bürgermeisters auch eine neue Modernisierungsoffensive der Bahn, in die
die Stationen Jüchen und Hochneukirch aufgenommen werden könnten. Die
Aufnahme in eine dritte Modernisierungsoffensive mit Geldern vom Land
würde die von Reisenden und der Verwaltung lang herbeigesehnten
Modernisierungen an den Bahnhöfen bedeuten. "Wir wünschen uns natürlich
auch eine solche Offensive, doch konkret geplant ist unseren
Informationen zufolge noch nichts", sagt ein Bahnsprecher.
Zum Hintergrund: Für den Bau eines Park-and-Ride-Parkplatzes am Bahnhof Hochneukirch erhielt die Gemeinde Jüchen Fördermittel des VRR, die auch einen zweiten Teil von Umbaumaßnahmen – vor allem die Herstellung eines barrierefreien Zugangs zum Mittelbahnsteig – beinhalteten. "Die Eigenmittel für den Bau und die Folgekosten können aufgrund der Haushaltslage allerdings von der Gemeinde nicht gänzlich getragen werden", erklärte Bürgermeister Harald Zillikens unserer Zeitung. Im jüngsten VRR-Stationsbericht hatten die Stationen Jüchen und Hochneukirch erneut schlechte Noten erhalten.
Laut Bürgermeister Harald Zillikens habe die Verwaltung in den vergangenen Wochen den Schriftverkehr mit Bahn und VRR erneut aufgenommen und das finanzielle Problem der Gemeinde Jüchen geschildert: "Wir stehen weiter in Kontakt mit Bahn und VRR und haben den Eindruck, dass unser Problem nicht auf taube Ohren stößt und sich eventuell doch bald etwas tun könnte", begründete Harald Zillikens den formellen Rückzug des Beschlusses zur Rückzahlung der VRR-Fördermittel aus dem Gemeinderat. "Aufgeschoben heißt jedoch nicht aufgehoben", sagte Zillikens.
Die Gemeinde wolle jetzt weiter verhandeln und mit der Rückzahlung samt Zinsen bis ins dritte Jahresquartal warten. "Aus unserer Sicht besteht weiterhin die Hoffnung, dass bis dahin Einigungen mit dem Verkehrsverbund und der Bahn erzielt werden können. Ist das nicht der Fall, wird das Thema ,Rückzahlung' erneut im Gemeinderat auftauchen", so Zillikens.
Zum Hintergrund: Für den Bau eines Park-and-Ride-Parkplatzes am Bahnhof Hochneukirch erhielt die Gemeinde Jüchen Fördermittel des VRR, die auch einen zweiten Teil von Umbaumaßnahmen – vor allem die Herstellung eines barrierefreien Zugangs zum Mittelbahnsteig – beinhalteten. "Die Eigenmittel für den Bau und die Folgekosten können aufgrund der Haushaltslage allerdings von der Gemeinde nicht gänzlich getragen werden", erklärte Bürgermeister Harald Zillikens unserer Zeitung. Im jüngsten VRR-Stationsbericht hatten die Stationen Jüchen und Hochneukirch erneut schlechte Noten erhalten.
Kaarst Baubeginn für neues Sportlerheim in Vorst
Nach Jahren
des Wartens bekommen die Sportfreunde Vorst ein neues Vereinsheim.
Gleichzeitig entsteht ein moderner Kunstrasenplatz.
Von Stefan Reinelt
Die Baugrube ist ausgehoben und aus dem Boden ragen
bereits die Abflüsse für die Duschen im neuen Sportlerheim in Vorst
heraus. Vier Umkleidekabinen mit jeweils vier Nasszellen sind im
Untergeschoss vorgesehen. Dieses liegt zur Hälfte unterhalb der
Grasnarbe des zukünftigen Kunstrasenplatzes. Montag in einer Woche
beginnt der Einbau der Bodenplatte, bereits übermorgen starten die
Arbeiten zur Modernisierung der dazugehörigen Sportanlage am
Georg-Büchner-Gymnasium.
Bei einer Baustellenbesichtigung unter der Führung von Architekt Jakob Post haben sich unter anderem Bürgermeister Franz-Josef Moormann, der Technische Beigeordnete Manfred Meuter und Michael Börgers, der Vorsitzende der Sportfreunde Vorst, einen ersten Eindruck verschafft. "Als vor rund zwei Wochen die Bagger angerollt sind, war das ein ganz besonderes Gefühl für mich", sagt Michael Börgers. Nach einer Vorlaufzeit von sechs Jahren laufe man nun auf die Zielgerade ein, so seine sportliche Umschreibung.
Der Verein beteiligt sich mit Eigenleistungen beim Innenausbau des Obergeschosses. "Dieses Versprechen halten wir ein", betont Börgers. In der oberen Etage des zweistöckigen Gebäudes entstehen ein Schulungsraum und ein Büro sowie ein Gesellschaftsraum inklusive Theke und kleiner Küche zur Bewirtung der Zuschauer, die dann auch vom Erschließungsbalkon aus einen guten Blick auf die Fußballspiele der Sportfreunde Vorst haben werden. Das Souterrain wird aus Beton errichtet und erhält eine Fassade aus Klinkerriemchen. Diese seien so robust, dass ihnen auch der Treffer eines Fußballs nichts ausmache, erklärt der Architekt. Das Obergeschoss entsteht in Leichtbauweise aus vorgefertigten Bauelementen und erhält eine Fassade aus unbehandeltem und damit wartungsfreiem Lerchenholz.
"In etwa vier Monaten lässt sich besser absehen, wie
das neue Sportlerheim aussehen wird", sagt Jakob Post. Dann können die
Sportfreunde auch mit dem Innenausbau beginnen. Insgesamt erhält das
Sportlerheim eine Nutzfläche von 407 Quadratmetern und ist barrierefrei
zugänglich. Unter Berücksichtigung der Eigenleistungen des Sportvereins
belaufen sich die von der Stadt Kaarst getragenen Baukosten auf 775 735
Euro. Diese schwankten während der Planungsphase und waren zunächst von
den zuständigen Gremien auf 642 550 Euro gedeckelt worden. In den
Haushaltsberatungen für dieses Jahr erhielt die Politik jedoch neue
Zahlen und erteilte der erhöhten Investition schließlich ihre Freigabe.
Darüber hinaus bringt die Stadt 1,37 Millionen Euro für die Modernisierung der gesamten Sportanlage auf. Bekanntermaßen bekommt die Stadt dort ihren ersten Kunstrasenplatz. Um ihn herum führt eine 400-Meter-Laufstrecke aus Kunststoffbelag, ebenso werden neue Weitsprung- und Kugelstoßanlagen angelegt. In den Gesamtkosten enthalten ist auch ein neues Kleinspielfeld mit Kunstrasen auf dem Gelände des Georg-Büchner-Gymnasiums geplant. Der stellvertretender Schulleiter Berthold Kummer gehörte ebenfalls zur Delegation der Baustellenbesichtigung. Michael Börgers erklärte in seine Richtung, dass sich die Sportfreunde Vorst als zukünftiger Nachbar auch am GBG engagieren möchten.
Bei einer Baustellenbesichtigung unter der Führung von Architekt Jakob Post haben sich unter anderem Bürgermeister Franz-Josef Moormann, der Technische Beigeordnete Manfred Meuter und Michael Börgers, der Vorsitzende der Sportfreunde Vorst, einen ersten Eindruck verschafft. "Als vor rund zwei Wochen die Bagger angerollt sind, war das ein ganz besonderes Gefühl für mich", sagt Michael Börgers. Nach einer Vorlaufzeit von sechs Jahren laufe man nun auf die Zielgerade ein, so seine sportliche Umschreibung.
Der Verein beteiligt sich mit Eigenleistungen beim Innenausbau des Obergeschosses. "Dieses Versprechen halten wir ein", betont Börgers. In der oberen Etage des zweistöckigen Gebäudes entstehen ein Schulungsraum und ein Büro sowie ein Gesellschaftsraum inklusive Theke und kleiner Küche zur Bewirtung der Zuschauer, die dann auch vom Erschließungsbalkon aus einen guten Blick auf die Fußballspiele der Sportfreunde Vorst haben werden. Das Souterrain wird aus Beton errichtet und erhält eine Fassade aus Klinkerriemchen. Diese seien so robust, dass ihnen auch der Treffer eines Fußballs nichts ausmache, erklärt der Architekt. Das Obergeschoss entsteht in Leichtbauweise aus vorgefertigten Bauelementen und erhält eine Fassade aus unbehandeltem und damit wartungsfreiem Lerchenholz.
Darüber hinaus bringt die Stadt 1,37 Millionen Euro für die Modernisierung der gesamten Sportanlage auf. Bekanntermaßen bekommt die Stadt dort ihren ersten Kunstrasenplatz. Um ihn herum führt eine 400-Meter-Laufstrecke aus Kunststoffbelag, ebenso werden neue Weitsprung- und Kugelstoßanlagen angelegt. In den Gesamtkosten enthalten ist auch ein neues Kleinspielfeld mit Kunstrasen auf dem Gelände des Georg-Büchner-Gymnasiums geplant. Der stellvertretender Schulleiter Berthold Kummer gehörte ebenfalls zur Delegation der Baustellenbesichtigung. Michael Börgers erklärte in seine Richtung, dass sich die Sportfreunde Vorst als zukünftiger Nachbar auch am GBG engagieren möchten.
Korschenbroich Pescher suchen ein Gelände für Boule-Platz
Die
Dorfgemeinschaft favorisiert nach einem Ortstermin den Kirmesplatz
"Krampe Dämm". Vor einer Entscheidung soll das nächste Schützenfest
abgewartet werden.
Von Sebastian Meurer
In Frankreich ist das Boule auf öffentlichen Plätzen
ein Breitensport schlechthin. Das Spiel mit den klackernden Kugeln
gewinnt aber auch in Deutschland zunehmend Anhänger. Die
Dorfgemeinschaft Pesch hatte sich jetzt bei einem Ortstermin auf dem
Festplatz "Krampe Dämm" mit dem Technischen Dezernenten Georg Onkelbach
getroffen, um die Möglichkeiten auszuloten, auf dem Festgelände ein
Boulefeld anzulegen.
Laut Vizebürgermeister Hans-Willi Türks geht es "erst mal darum, die Machbarkeit zu diskutieren." Zugleich sollten auch mögliche Alternativstandorte in Betracht gezogen werden, so Türks, der indes realistisch einräumt: "Mir fällt da im Moment nichts Passendes ein." Die von Monika Knispel als Alternative ins Gespräch gebrachte "Hochzeitswiese" der Stadt dürfte vielen potenziellen Boulespielern zu weit vom Ortskern entfernt sein. "Der Kinderspielplatz darf nicht berührt werden und an den Eichenstand kann man nur sehr vorsichtig herangehen", verweist Hans-Willi Türks auf einige noch zu lösende Fragen. Wichtig ist allen Beteiligten, mögliche Interessen-, beziehungsweise Nutzungskonflikte mit den Schützen von vornherein auszuschließen.
Mit im Boot ist denn auch Christoph Türks, der Präsident der St. Donatus-Bruderschaft. "Ich weiß, wo das Zelt zu stehen hat", sagt der dem Projekt Bouleplatz offen gegenüber stehende Chef der Bruderschaft. Dass die Nachfrage nach Möglichkeiten zum Boulespielen groß genug sein würde, steht für Monika Knispel außer Frage: "Der Vorschlag ist aus unseren Reihen gekommen, daher wird es schon Bedarf geben", ist sie sich sicher.
Auf dem in Korschenbroich in der Nähe des Rathauses
liegenden Bouleplatz gibt es den Befürwortern eines Pescher Pendants
zufolge in der Regel mehr Spieler als jeweils auf dem Platz aktiv sein
können. Favorit ist auch nach dem Ortstermin mit Georg Onkelbach die
"Krampe Dämm". "Wir müssen aber zunächst einmal das Schützenfest
abwarten", sagt der Technische Dezernent nach dem Gespräch mit der
Dorfgemeinschaft und den Schützen. Die St. Donatus-Schützen feiern
traditionell stets am ersten Oktober-Wochenende.
Zu prüfen ist nach Onkelbachs Worten die genaue Aufstellung des Zelts ebenso wie die konkrete Bestückung des Festplatzes. Eine abschließende Entscheidung, ob das weitläufige Gelände tatsächlich auch noch Platz für einen Bouleplatz bietet, wird demnach frühestens in etwas mehr als einem halben Jahr fallen können.
Laut Vizebürgermeister Hans-Willi Türks geht es "erst mal darum, die Machbarkeit zu diskutieren." Zugleich sollten auch mögliche Alternativstandorte in Betracht gezogen werden, so Türks, der indes realistisch einräumt: "Mir fällt da im Moment nichts Passendes ein." Die von Monika Knispel als Alternative ins Gespräch gebrachte "Hochzeitswiese" der Stadt dürfte vielen potenziellen Boulespielern zu weit vom Ortskern entfernt sein. "Der Kinderspielplatz darf nicht berührt werden und an den Eichenstand kann man nur sehr vorsichtig herangehen", verweist Hans-Willi Türks auf einige noch zu lösende Fragen. Wichtig ist allen Beteiligten, mögliche Interessen-, beziehungsweise Nutzungskonflikte mit den Schützen von vornherein auszuschließen.
Mit im Boot ist denn auch Christoph Türks, der Präsident der St. Donatus-Bruderschaft. "Ich weiß, wo das Zelt zu stehen hat", sagt der dem Projekt Bouleplatz offen gegenüber stehende Chef der Bruderschaft. Dass die Nachfrage nach Möglichkeiten zum Boulespielen groß genug sein würde, steht für Monika Knispel außer Frage: "Der Vorschlag ist aus unseren Reihen gekommen, daher wird es schon Bedarf geben", ist sie sich sicher.
Zu prüfen ist nach Onkelbachs Worten die genaue Aufstellung des Zelts ebenso wie die konkrete Bestückung des Festplatzes. Eine abschließende Entscheidung, ob das weitläufige Gelände tatsächlich auch noch Platz für einen Bouleplatz bietet, wird demnach frühestens in etwas mehr als einem halben Jahr fallen können.
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Korschenbroich
Rommerskirchen Rekordteilnahme bei Unternehmerforum
Beim
zehnten Rommerskirchener Unternehmerforum gab es großes Interesse an der
gastgebenden Firma Steland, die sich im Gewerbepark III über 15 000
Quadratmeter erstreckt. Bürgermeister lobt Kontaktfreude der neuen
Firmen.
Von Sebastian Meurer
Alles begann 1924 mit einem wilden Streik in Köln: An
dem beteiligte sich damals der Großvater von Günter Steland und wurde
fristlos gefeuert. Er machte sich selbständig – mit einem damals nicht
abzusehenden Erfolg: Das inzwischen in vierter Generation geführte und
florierende Familienunternehmen Steland Apparatebau hat heute quasi eine
Monopolstellung bei der technischen Ausrüstung von Tankstellen. Die
Firma Steland war der größte "Fang" der dem 1999 gegründeten
Wirtschaftsbüro gelang. Schon 2011 wurden die Kontakte geknüpft, wobei
Rommerskirchen sogar einige Nachbarstädte ausstechen konnte.
Anlässlich des zehnten Unternehmerforums der Gemeinde war die an der B 59 liegende Firma Steland jetzt erstmals Gastgeber, der seit dem 11.11. dort beheimatet ist. Beim zehnten Unternehmerforum konnte sich Wirtschaftsförderer Johann J. Schmidt jetzt über die bisherige Rekordresonanz freuen: 80 Teilnehmer waren offensichtlich überaus neugierig auf das Unternehmen Steland, das im Gewerbepark III eine Fläche von 15 000 Quadratmetern einnimmt. Schmidt hatte bereits 2011 die "Angel" ausgeworfen und die ersten Kontakte mit Steland geknüpft – zu einer Zeit, als das Gelände für den Gewerbepark III der Gemeinde noch gar nicht gehörte.
Für die 5100 Quadratmeter, über die sich die Produktionshalle erstreckt, gibt es noch eine 1900 Quadratmetern umfassende Erweiterungsfläche. "Wir sind ein Blechverarbeiter, zwischen einem Schlossereibetrieb und den Großserienfertigern", beschreibt Jörg Steland kurz und bündig das Unternehmensprofil. Von der ausgedehnten Betriebsführung zeigten sich die Teilnehmer überaus angetan: "Das ist aller Ehren wert. Da ist schon eine Menge Geld verbaut worden. Davon könnten wir in Rommerskirchen noch einige gebrauchen", meinte etwa Gottfried Goertz von der VR-Bank. "Beeindruckt von der Schweißfertigung in dieser Größe" war Fred Meurer: Der Chef von Schumacher Metall und Geschäftsführer des Center am Park hält Steland für "eine Bereicherung der Wirtschaft". Für Ex-CDU-Chef Wolfgang Könen stellt das Familienunternehmen "eine gelungene Mischung von Tradition und Moderne" dar. Ganz geräuschlos geht es bei Steland natürlich nicht ab, dennoch waren viele Besucher des Unternehmerforums erstaunt, wie vergleichsweise "leise" es in der Fertigungshalle ist. "Nichts, was stinkt, staubt oder Krach macht", lässt sich die Strategie des Wirtschaftsbüros bei der Ansiedlung neuer Unternehmen auf einen knappen Nenner bringen.
Bürgermeister Albert Glöckner gefiel an diesem wie an
früheren Unternehmerforen, dass "insbesondere die Neuen den Kontakt zu
den bereits ansässigen Firmen suchen. Sie stellen dabei fest, dass man
sich in manchen Bereichen ergänzen kann."
Ein besonderer Höhepunkt war die zehnte Auflage des Treffens für dessen "Erfinder". Und das in gleich doppelter Hinsicht: Wirtschaftsförderer Johann J. Schmidt hatte 2007 erstmals zu einem solchen Forum geladen und konnte sich jetzt über die bislang größte Teilnehmerzahl freuen.
Anlässlich des zehnten Unternehmerforums der Gemeinde war die an der B 59 liegende Firma Steland jetzt erstmals Gastgeber, der seit dem 11.11. dort beheimatet ist. Beim zehnten Unternehmerforum konnte sich Wirtschaftsförderer Johann J. Schmidt jetzt über die bisherige Rekordresonanz freuen: 80 Teilnehmer waren offensichtlich überaus neugierig auf das Unternehmen Steland, das im Gewerbepark III eine Fläche von 15 000 Quadratmetern einnimmt. Schmidt hatte bereits 2011 die "Angel" ausgeworfen und die ersten Kontakte mit Steland geknüpft – zu einer Zeit, als das Gelände für den Gewerbepark III der Gemeinde noch gar nicht gehörte.
Für die 5100 Quadratmeter, über die sich die Produktionshalle erstreckt, gibt es noch eine 1900 Quadratmetern umfassende Erweiterungsfläche. "Wir sind ein Blechverarbeiter, zwischen einem Schlossereibetrieb und den Großserienfertigern", beschreibt Jörg Steland kurz und bündig das Unternehmensprofil. Von der ausgedehnten Betriebsführung zeigten sich die Teilnehmer überaus angetan: "Das ist aller Ehren wert. Da ist schon eine Menge Geld verbaut worden. Davon könnten wir in Rommerskirchen noch einige gebrauchen", meinte etwa Gottfried Goertz von der VR-Bank. "Beeindruckt von der Schweißfertigung in dieser Größe" war Fred Meurer: Der Chef von Schumacher Metall und Geschäftsführer des Center am Park hält Steland für "eine Bereicherung der Wirtschaft". Für Ex-CDU-Chef Wolfgang Könen stellt das Familienunternehmen "eine gelungene Mischung von Tradition und Moderne" dar. Ganz geräuschlos geht es bei Steland natürlich nicht ab, dennoch waren viele Besucher des Unternehmerforums erstaunt, wie vergleichsweise "leise" es in der Fertigungshalle ist. "Nichts, was stinkt, staubt oder Krach macht", lässt sich die Strategie des Wirtschaftsbüros bei der Ansiedlung neuer Unternehmen auf einen knappen Nenner bringen.
Ein besonderer Höhepunkt war die zehnte Auflage des Treffens für dessen "Erfinder". Und das in gleich doppelter Hinsicht: Wirtschaftsförderer Johann J. Schmidt hatte 2007 erstmals zu einem solchen Forum geladen und konnte sich jetzt über die bislang größte Teilnehmerzahl freuen.
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Rommerskirchen
Neuss Computer-Zubehör für Profi-Spieler
Die
Multimedia-Branche entwickelt sich seit Jahren zu einem immer stärkeren
Markt. Spezielle Zubehörteile, darunter Tastaturen, Mäuse oder Headsets
für professionelle Computerspieler liefert die Neusser Firma "Tesoro".
Von Christian Kandzorra
Es ist eine Wissenschaft für sich, durch die der Laie
kaum mehr durchblickt. Doch für die hartgesottenen "Gamer", die mehrere
Stunden täglich vor dem Computer sitzen und vor dem Bildschirm in
virtuelle Welten abtauchen, ist es ein Sport. Und Sportler brauchen
entsprechendes Trainingsmaterial, um sich zu verbessern und immer neue
Leistungen zu erbringen. Für eingefleischte PC-Spieler sind normale
Tastaturen, Mäuse und Kopfhörer nicht mehr ausreichend, in der fixen
Handhabung zu umständlich. Lösungen für die "Hardcore-Spieler" bietet
die Firma "Tesoro" mit Sitz in Neuss.
"Tesoro" (spanisch: Schatz) ist ein 2011 gegründetes Unternehmen, das in einer hart umkämpften Branche tätig ist. "Denn Computerspiele entwickeln sich immer weiter. Ständig werden neue Lösungen gesucht, wir müssen uns immer wieder dem Markt anpassen", sagt Jackie Lai, Marketing-Beauftragte bei "Tesoro". Zum Sortiment des Unternehmens gehören neben Spezial-Tastaturen auch Mäuse, Headsets, Kopfhörer und Mousepads. "Das ist in der Regel nichts fürs Büro", sagt Lai. Vielmehr handele es sich um maßgeschneiderte Utensilien für Spieler, die etwa auf groß angelegten Partys stundenlang in Mannschaften vor dem Computer gegeneinander kämpfen.
Während handelsübliche Tastaturen preislich bei circa 20 Euro liegen, kostet das günstigste Modell bei "Tesoro" 70 Euro. "Vergleichbar mit normalen Tastaturen sind die allerdings nicht", sagt Lai und lacht. Der Unterschied liegt im Detail: Die Buchstaben auf den Tastaturen von "Tesoro" sind einzeln und – je nach Ausführung – sogar in verschiedenen Farbtönen beleuchtet, die Tasten lassen sich unterschiedlich schwer und vor allem gleichzeitig drücken. Die Betätigungskraft der Tasten reiche von 45 bis hin zu 60 Gramm, was insbesondere für Menschen wichtig ist, die in einem hohen Tempo Tasten präzise drücken möchten, ohne sich ständig zu vertippen. "Darüber hinaus können Eingaben direkt in der Tastatur gespeichert und unterschiedliche Befehle je nach Wunsch des Benutzers programmiert werden", erläutert die 42-Jährige, die vor 14 Jahren aus Taiwan nach Deutschland kam. Sogar Aluminiumtastaturen werden von dem Unternehmen ausgeliefert – mit einer Lebensdauer von 50 Millionen Anschlägen pro Taste. "Bei PC-Mäusen kommt es häufig darauf an, wie schnell sich der Zeiger auf dem Bildschirm verschieben lässt, wie kräftig er in eine bestimmte Richtung lenkt, wenn die Maus berührt wird", sagt Jackie Lai.
Die Nachfrage nach solchen Spezial-Produkten in der
Multimedia-Branche steige stetig an: "Wichtig ist für uns natürlich auch
der Standortfaktor", so Lai. Neuss eigne sich besonders gut, denn
"Tesoro" steuert vom Gewerbegebiet Taubental aus den Vertrieb – der
eigentlich Produktionsstandort ist China. "Wir schätzen die Nähe zum
Flughafen Düsseldorf, die guten Autobahnanbindungen und auch die Nähe
zum Hafen sowie zu den Benelux-Staaten", erzählt Lai. Nur so könne
garantiert werden, dass Großhändler der Branche rechtzeitig mit neuen
Produkten aus dem Neusser "Tesoro"-Lager beliefert werden, um den
wachsenden Bedarf an neuen "Gaming-Lösungen" zu decken.
Zur Philosophie des PC-Zubehör-Herstellers gehört es auch, Veranstaltungen wie sogenannte "LAN-Partys" zu sponsern, bei denen Spieler teilweise mehrere Tage in dunklen Räumen in unterschiedlichen Formationen gegeneinander antreten – in virtuellen Spielen wie etwa "Counter-Strike" oder "World of Warcraft". Rund 40 000 Mannschaften haben sich laut Jackie Lai in den vergangenen Jahren allein in Deutschland gegründet und nehmen regelmäßig an solchen Veranstaltungen teil.
"Tesoro" (spanisch: Schatz) ist ein 2011 gegründetes Unternehmen, das in einer hart umkämpften Branche tätig ist. "Denn Computerspiele entwickeln sich immer weiter. Ständig werden neue Lösungen gesucht, wir müssen uns immer wieder dem Markt anpassen", sagt Jackie Lai, Marketing-Beauftragte bei "Tesoro". Zum Sortiment des Unternehmens gehören neben Spezial-Tastaturen auch Mäuse, Headsets, Kopfhörer und Mousepads. "Das ist in der Regel nichts fürs Büro", sagt Lai. Vielmehr handele es sich um maßgeschneiderte Utensilien für Spieler, die etwa auf groß angelegten Partys stundenlang in Mannschaften vor dem Computer gegeneinander kämpfen.
Während handelsübliche Tastaturen preislich bei circa 20 Euro liegen, kostet das günstigste Modell bei "Tesoro" 70 Euro. "Vergleichbar mit normalen Tastaturen sind die allerdings nicht", sagt Lai und lacht. Der Unterschied liegt im Detail: Die Buchstaben auf den Tastaturen von "Tesoro" sind einzeln und – je nach Ausführung – sogar in verschiedenen Farbtönen beleuchtet, die Tasten lassen sich unterschiedlich schwer und vor allem gleichzeitig drücken. Die Betätigungskraft der Tasten reiche von 45 bis hin zu 60 Gramm, was insbesondere für Menschen wichtig ist, die in einem hohen Tempo Tasten präzise drücken möchten, ohne sich ständig zu vertippen. "Darüber hinaus können Eingaben direkt in der Tastatur gespeichert und unterschiedliche Befehle je nach Wunsch des Benutzers programmiert werden", erläutert die 42-Jährige, die vor 14 Jahren aus Taiwan nach Deutschland kam. Sogar Aluminiumtastaturen werden von dem Unternehmen ausgeliefert – mit einer Lebensdauer von 50 Millionen Anschlägen pro Taste. "Bei PC-Mäusen kommt es häufig darauf an, wie schnell sich der Zeiger auf dem Bildschirm verschieben lässt, wie kräftig er in eine bestimmte Richtung lenkt, wenn die Maus berührt wird", sagt Jackie Lai.
Zur Philosophie des PC-Zubehör-Herstellers gehört es auch, Veranstaltungen wie sogenannte "LAN-Partys" zu sponsern, bei denen Spieler teilweise mehrere Tage in dunklen Räumen in unterschiedlichen Formationen gegeneinander antreten – in virtuellen Spielen wie etwa "Counter-Strike" oder "World of Warcraft". Rund 40 000 Mannschaften haben sich laut Jackie Lai in den vergangenen Jahren allein in Deutschland gegründet und nehmen regelmäßig an solchen Veranstaltungen teil.
Neuss Kunstrasen: Verein von Politik enttäuscht
Die Politik
formuliert neue Auflagen für den SV Uedesheim. Der hatte zugesagt, einen
Kunstrasenplatz zur Hälfte selbst zu finanzieren, jetzt soll er die
Sportanlage in Eigenregie übernehmen. Das soll den Beitrag der Stadt
finanzieren.
Von Christoph Kleinau
Seit der Sportverein Uedesheim mit dem Angebot in die
Offensive ging, für einen rund 600 000 Euro teuren Kunstrasenplatz die
Hälfte der Baukosten selbst aufzubringen, musste der Vorstand um Klaus
Haas schon viele Kröten schlucken. Doch die dickste kam zum Schluss: Auf
Antrag der CDU beschloss der Sportausschuss nun einstimmig, dass der
Verein auch die Sportanlage in Uedesheim ganz oder teilweise in
Eigenregie übernehmen soll. Damit sollen mindestens jene 33 000 Euro
jährlich eingespart werden, mit denen das Darlehen für die zweite Hälfte
der Baukosten abgetragen werden kann. "Faktisch finanziert der Verein
damit den Platz alleine", gab Sportdezernent Stefan Hahn zu. Und ohne
dieses Modell, so stellt er klar, "würde er gar keinen Kunstrasenplatz
bekommen".
Für Klaus Haas waren die neuen Auflagen "ein Schlag in die Magengrube". Für das Projekt bedeuten sie vielleicht sogar das Ende. Dabei war alles darauf ausgerichtet, dass der Platz, der auch der Jugendarbeit mit besseren Trainingsbedingungen neuen Schub geben soll, zum Beginn der nächsten Saison des (Noch)-Oberligisten fertig wird. Nun ist der Baubeginn am 26. Mai in Gefahr, denn der Übernahmevertrag als Teil des Tilgungsvertrages mit der Stadt ist noch nicht verhandelt. Was Haas der Mitgliederversammlung kommenden Donnerstag sagt, weiß er noch nicht, denn erst in der Woche darauf hat er einen Termin im Rathaus. Aber er stellt klar: "Wir werden nicht um jeden Preis den Kunstrasenplatz bauen."
Mit einem Naturrasenplatz und einem Ascheplatz ist der SV Uedesheim so gut ausgestattet, dass er aus Sicht der Stadt noch lange nicht auf einen ganzjährig nutzbaren Kunstrasenplatz hoffen dürfte. Doch die Bereitschaft des SVÜ, als erster Neusser Verein viel Geld mitzubringen, imponierte Verwaltung und Politik. Sie boten an, das Darlehen, das für den Bau aufgenommen werden muss, in neun Jahresraten á 33 000 Euro abzutragen. Dieses Geld sollte aus dem Topf "Sportstättenerhalt" kommen. Davon war am Donnerstag aber nicht mehr die Rede. Stattdessen schlug die Verwaltung vor, für den SVÜ zur Hälfte das Konto "Zuschüsse aus der Sportpauschale" zu plündern. Das will Haas nicht, weil das auf neun Jahre die Möglichkeiten aller anderen Vereine beschneiden würde. Und der Ausschuss, in dem diese Vereine breit vertreten sind, wollte das erst recht nicht. So verteidigte Ingrid Schäfer den Antrag der CDU als einzigen Ausweg: "Sonst wäre das Projekt gekippt." Denn das Engagement des Vereins könne man nur gutheißen.
Der hat der Verwaltung gegenüber bereits offengelegt, dass er über 85 000 Euro Eigenkapital verfügt und ein Sponsor weitere 100 000 Euro zugesagt hat. Auch die Übernahme der Zinsen für das Darlehen in Höhe von 40 000 stemmt der Verein. Weil diese Beträge und das Darlehen noch nicht hinreichen, die geschätzten Kosten in Höhe von 608 000 Euro zu decken, müssen die Uedesheimer nun noch belegen, wie die verbleibende Lücke von rund 80 000 Euro geschlossen wird. Und zwar, so Hahn, bevor es zu einer Vertragsunterzeichnung kommt. Aber zumindest das trifft den verein nicht unerwartet.
Für Klaus Haas waren die neuen Auflagen "ein Schlag in die Magengrube". Für das Projekt bedeuten sie vielleicht sogar das Ende. Dabei war alles darauf ausgerichtet, dass der Platz, der auch der Jugendarbeit mit besseren Trainingsbedingungen neuen Schub geben soll, zum Beginn der nächsten Saison des (Noch)-Oberligisten fertig wird. Nun ist der Baubeginn am 26. Mai in Gefahr, denn der Übernahmevertrag als Teil des Tilgungsvertrages mit der Stadt ist noch nicht verhandelt. Was Haas der Mitgliederversammlung kommenden Donnerstag sagt, weiß er noch nicht, denn erst in der Woche darauf hat er einen Termin im Rathaus. Aber er stellt klar: "Wir werden nicht um jeden Preis den Kunstrasenplatz bauen."
Mit einem Naturrasenplatz und einem Ascheplatz ist der SV Uedesheim so gut ausgestattet, dass er aus Sicht der Stadt noch lange nicht auf einen ganzjährig nutzbaren Kunstrasenplatz hoffen dürfte. Doch die Bereitschaft des SVÜ, als erster Neusser Verein viel Geld mitzubringen, imponierte Verwaltung und Politik. Sie boten an, das Darlehen, das für den Bau aufgenommen werden muss, in neun Jahresraten á 33 000 Euro abzutragen. Dieses Geld sollte aus dem Topf "Sportstättenerhalt" kommen. Davon war am Donnerstag aber nicht mehr die Rede. Stattdessen schlug die Verwaltung vor, für den SVÜ zur Hälfte das Konto "Zuschüsse aus der Sportpauschale" zu plündern. Das will Haas nicht, weil das auf neun Jahre die Möglichkeiten aller anderen Vereine beschneiden würde. Und der Ausschuss, in dem diese Vereine breit vertreten sind, wollte das erst recht nicht. So verteidigte Ingrid Schäfer den Antrag der CDU als einzigen Ausweg: "Sonst wäre das Projekt gekippt." Denn das Engagement des Vereins könne man nur gutheißen.
Der hat der Verwaltung gegenüber bereits offengelegt, dass er über 85 000 Euro Eigenkapital verfügt und ein Sponsor weitere 100 000 Euro zugesagt hat. Auch die Übernahme der Zinsen für das Darlehen in Höhe von 40 000 stemmt der Verein. Weil diese Beträge und das Darlehen noch nicht hinreichen, die geschätzten Kosten in Höhe von 608 000 Euro zu decken, müssen die Uedesheimer nun noch belegen, wie die verbleibende Lücke von rund 80 000 Euro geschlossen wird. Und zwar, so Hahn, bevor es zu einer Vertragsunterzeichnung kommt. Aber zumindest das trifft den verein nicht unerwartet.
Neuss Hessen-Preis für seinen "Erfinder" Hüsch
Hermann-von-Hessen-Preis, den die Heimatfreunde zu vergeben haben, geht an Politik-Altmeister Heinz Günther Hüsch.
Von Ludger Baten
Der Hermann-von-Hessen-Preis – Verteidiger der Stadt
Neuss – geht in diesem Jahr an Heinz Günther Hüsch (84). Damit erkennt
die Vereinigung der Heimatfreunde die höchste Auszeichnung, die sie zu
vergeben hat, ihrem Ehrenvorsitzenden zu, der vor 25 Jahren die Idee zur
Preisvergabe hatte. Erster Preisträger war der Orden der
Alexianer-Brüder, der seit mehr als 500 Jahren segensreich in Neuss
wirkt.
Seither werden Frauen und Männer oder Institutionen geehrt, "die sich durch uneigennützige, verdienstvolle, langjährige und mit hohem persönlichen Einsatz ausgeübt Tätigkeit um Stadt und Landschaft Neuss verdient gemacht haben". Nun also Heinz Günther Hüsch. Er ist der 20. Preisträger, wenn ihm am 22. März die von Professor Elmar Hillebrand geschaffene Bronzestatuette Hermanns von Hessen überreicht wird. Die Laudatio wird Christoph Napp-Saarbourg halten, der Nach-Nachfolger Hüschs an der Spitze der Neusser Heimatfreunde.
"Dä Hüsch", wie ihn der Volksmund burschikos-liebevoll ruft, ist in Neuss eine Institution. Wer es respektvoller mag, spricht vom "Herrn Doktor". Aber alle sind sich einig: Hüsch hat sich um Neuss verdient gemacht. Der "Altmeister" der Neusser Politik wird den Hessen-Preis als eine Würdigung für sein nachhaltiges Lebenswerk verstehen.
Mehr als 50 Jahre saß Hüsch im Rat der Stadt Neuss. Kein Hinterbänkler, sondern einer, der seine Meinung sagte. Mehr noch: Hüsch hatte nicht immer die Mehrheit hinter sich, aber ohne ihn gab es selten eine Mehrheit – weder im Stadtrat noch in der CDU. Die Parteidisziplin war und ist für ihn ein hohes Gut. Er war Unions-Vorsitzender im Stadtverband (mit Freude) und in der Fraktion (aus Pflichtbewusstsein), er saß für sie im Landtag und im Bundestag. Hüsch verlor keine Wahl. Seine Hausmacht organisierte Hüsch im vorpolitischen Raum. Die Heimatfreunde waren unter seiner Führung nicht bloß Bewahrer von Geschichte und Tradition, sondern mischten sich in aktuelle gesellschaftspolitische Fragen ein. Hüsch war eine feste Größe im Kirchenvorstand von St. Quirin und er lebte das Schützenwesen im und mit seinem Schützenlustzug "Bänkelsänger".
Heinz Günther Hüsch war auch immer ein
Sozialpolitiker, engagierte sich für die Schwachen in der Gesellschaft.
Das Hospiz der Augustinerinnen ist da nur ein Stichwort. Seine soziale
Großtat wird aber erst in diesen Wochen und Monaten einer breiten
Öffentlichkeit bewusst. Im Auftrag von vier Bundeskanzlern (Kiesinger,
Brandt, Schmidt, Kohl) ermöglichte er zwischen 1968 und 1989 rund 220
000 Rumäniendeutschen die Ausreise in die Bundesrepublik. Die Rolle, die
Hüsch dabei spielte, dokumentiert das Buch "Kauf von Freiheit". Über
seine Verhandlungen mit den Rumänen zur Zeit des Machthabers Nicolae
Ceausescu sprach der Neusser Hüsch gestern beim Lesefestival in Leipzig.
Doch auch für den Neuss-Verteidiger Hüsch ging im emotionalen Bezug zu seiner Stadt nicht jeder Wunsch in Erfüllung. So wurde er nicht im Schatten von St. Quirin geboren, sondern in Karken. Auch er konnte als Landtagsabgeordneter nicht verhindern, dass Neuss 1975 seine kommunale Selbstständigkeit verlor und es war ihm nicht vergönnt, Bürgermeister zu werden.
Doch wer über die Stadt Neuss, ihren Stolz, ihr Selbstbewusstsein und ihre Wehrbereitschaft spricht, der denkt an Heinz Günther Hüsch. Der "Altmeister", der sich stets vor seine Mitstreiter stellt, ist also auch in diesem Sinne ein Verteidiger der Stadt Neuss – wie Hermann von Hessen. Der organisierte als Administrator des Erzbistums Kölns 1474 die Verteidigung der Stadt Neuss, die somit der Belagerung durch Karl den Kühnen widerstand.
Seither werden Frauen und Männer oder Institutionen geehrt, "die sich durch uneigennützige, verdienstvolle, langjährige und mit hohem persönlichen Einsatz ausgeübt Tätigkeit um Stadt und Landschaft Neuss verdient gemacht haben". Nun also Heinz Günther Hüsch. Er ist der 20. Preisträger, wenn ihm am 22. März die von Professor Elmar Hillebrand geschaffene Bronzestatuette Hermanns von Hessen überreicht wird. Die Laudatio wird Christoph Napp-Saarbourg halten, der Nach-Nachfolger Hüschs an der Spitze der Neusser Heimatfreunde.
"Dä Hüsch", wie ihn der Volksmund burschikos-liebevoll ruft, ist in Neuss eine Institution. Wer es respektvoller mag, spricht vom "Herrn Doktor". Aber alle sind sich einig: Hüsch hat sich um Neuss verdient gemacht. Der "Altmeister" der Neusser Politik wird den Hessen-Preis als eine Würdigung für sein nachhaltiges Lebenswerk verstehen.
Mehr als 50 Jahre saß Hüsch im Rat der Stadt Neuss. Kein Hinterbänkler, sondern einer, der seine Meinung sagte. Mehr noch: Hüsch hatte nicht immer die Mehrheit hinter sich, aber ohne ihn gab es selten eine Mehrheit – weder im Stadtrat noch in der CDU. Die Parteidisziplin war und ist für ihn ein hohes Gut. Er war Unions-Vorsitzender im Stadtverband (mit Freude) und in der Fraktion (aus Pflichtbewusstsein), er saß für sie im Landtag und im Bundestag. Hüsch verlor keine Wahl. Seine Hausmacht organisierte Hüsch im vorpolitischen Raum. Die Heimatfreunde waren unter seiner Führung nicht bloß Bewahrer von Geschichte und Tradition, sondern mischten sich in aktuelle gesellschaftspolitische Fragen ein. Hüsch war eine feste Größe im Kirchenvorstand von St. Quirin und er lebte das Schützenwesen im und mit seinem Schützenlustzug "Bänkelsänger".
Doch auch für den Neuss-Verteidiger Hüsch ging im emotionalen Bezug zu seiner Stadt nicht jeder Wunsch in Erfüllung. So wurde er nicht im Schatten von St. Quirin geboren, sondern in Karken. Auch er konnte als Landtagsabgeordneter nicht verhindern, dass Neuss 1975 seine kommunale Selbstständigkeit verlor und es war ihm nicht vergönnt, Bürgermeister zu werden.
Doch wer über die Stadt Neuss, ihren Stolz, ihr Selbstbewusstsein und ihre Wehrbereitschaft spricht, der denkt an Heinz Günther Hüsch. Der "Altmeister", der sich stets vor seine Mitstreiter stellt, ist also auch in diesem Sinne ein Verteidiger der Stadt Neuss – wie Hermann von Hessen. Der organisierte als Administrator des Erzbistums Kölns 1474 die Verteidigung der Stadt Neuss, die somit der Belagerung durch Karl den Kühnen widerstand.
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